+49 361 644 123 75
Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Mai 11 2020

Vorgestellt von Alexandra Kehr, Medienreferentin des Theaters Erfurt

Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“

Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“
Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“

Klar, prägnant und humorvoll erzählt Mariana Leky von Schicksalen, Lieben, Fernweh, großen und kleinen Lügen des Alltags. Sie begleitet ihre Figuren über mehrere Jahrzehnte, arbeitet mit Rückblicken und Zeitsprüngen. Mit vielen klugen Gedanken zum Thema Tod und Verlust schafft Leky ein wundervolles, warmherziges Heimatporträt, das manchem Leser vielleicht auch Erinnerungen an seine Kindheit auf dem Land wiederbringt. Dieses Buch ist eines der schönsten, das ich je gelesen habe! Und jedem, der mich nach einem Buchtipp fragt, empfehle ich es garantiert auch.

Mai 10 2020

Vorgestellt von Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin und Autorin

Avi Primor „Weit war der Himmel über Palästina“

Avi Primor „Weit war der Himmel über Palästina“
Avi Primor „Weit war der Himmel über Palästina“

Avi Primor, dessen Mutter aus Frankfurt stammte, war in den neunziger Jahren israelischer Botschafter in Deutschland. Er, der sich einst strikt weigerte, Deutsch zu lernen, hat sich durch den Einfluss eines guten Freundes als junger Mann dann doch ein fließendes Deutsch angeeignet. Der Ex-Diplomat, der im April 85 Jahre alt wurde, schreibt seine Bücher indes auf Hebräisch. In seinen Werken plädiert er für Frieden im Nahen Osten. So, wie er sich stets für die Deutsch-Israelische Freundschaft einsetzte, unterstützt er im hohen Alter noch immer den Ausgleich zwischen Israel und den Palästinensern.

Mai 09 2020

Vorgestellt von Kathleen Kröger, Mitarbeiterin im Kultur: Haus Dacheröden

Axel Fröhlich „Die große Brocklaus“

Axel Fröhlich „Die große Brocklaus“
Axel Fröhlich „Die große Brocklaus“

Wie nennt man eigentlich die innere Unsicherheit, ob man sein Gegenüber nun siezt oder duzt? In welchem Labor wird zur Anatomie des Ohrwurms geforscht? Und was hat es mit der russischen Schwimmerin Olga Woskowskaya auf sich? Das von Axel Fröhlich, Oliver Kuhn und Alexandra Reinwarth „komplett erfundene Lexikon“ geht als durch keinerlei Tatsachen belegtes Pendant zu den bekannten Brockhauslexika diesen und anderen Fragen auf die Spur. Auf etwas über 400 Seiten gibt es Beiträge unterschiedlicher Länge rund um fiktive Persönlichkeiten und alltägliche Scheinprobleme.

Mai 08 2020

Vorgestellt von Sigurd Schwager, Journalist im Unruhestand

Siegbert Kardach „Kluge Köpfe rollen am schnellsten“

Siegbert Kardach „Kluge Köpfe rollen am schnellsten“
Siegbert Kardach „Kluge Köpfe rollen am schnellsten“

Gäbe es eine Bestsellerliste der schlauen Buchtitel, dann wäre „Kluge Köpfe rollen am schnellsten“ ein aussichtsreicher, weil ziemlich gescheiter Kandidat. Die Neuerscheinung, deren öffentliche Premiere Ende März in Erfurt aus den weltweit bekannten Gründen ausfallen musste, ist der bereits fünfte Aphorismen-Band eines Mannes, den man eine Erfurter Instanz nennen darf: Dr. Siegbert Kardach - Arzt mit Leib und Seele für Generationen von Patienten, Autor und Literaturpreisträger, Freund der schönen Künste sowie, König Fußball betreffend, bekennender Royalist. 

Mai 07 2020

Vorgestellt von Stefan Schwarz, Schriftsteller

Vladimir Nabokov „Pnin“

Vladimir Nabokov „Pnin“
Vladimir Nabokov „Pnin“

Es gibt so Bücher, die zu ihrem Erscheinen noch gar nicht die Gültigkeit entfalten können, die in ihnen steckt. „Pnin“ von Vladimir Nabokow ist so eins. Der Roman über den in Amerika liebenswert verlorenen russischen Migranten Timofej Pnin beschert dem Leser eine Figur, die damals noch selten und skurril sein mochte, heute aber das Straßenbild jeder größeren westlichen Metropole prägt. Ein älterer Mann aus fremden Landen, der noch Kopf und Energie genug hat, um sich die Sprache seines Gastlandes verkehrsfähig zu machen, aber nicht mehr jung genug ist, um dessen Kultur so ganz zu verstoffwechseln.

Mai 06 2020

Vorgestellt von Katja Kemnitz, Mitarbeiterin der Erfurter Herbstlese

Stefan Schwarz „Der kleine Gartenversager“

 Stefan Schwarz „Der kleine Gartenversager“
Stefan Schwarz „Der kleine Gartenversager“

Eine der besten Möglichkeiten, gut durch diese streng geregelte Zeit zu kommen, ist ein Garten. Die Gedanken kreisen nicht um unerfreuliche Nachrichten, der wintermüde Leib wird ordentlich bewegt und dem Gemüt tut das erste Frühlingsgrün auch wohl. Für Greenhorns wie mich, die nun erstmals ihr eigenes Gemüse anbauen wollen und Blumenparadiese für Bienen planen, gibt es unzählige Ratgeber. Diese wälze ich natürlich auch, aber die unterhaltsamsten Informationen enthalten zwei Bücher für mich: „Der kleine Gartenversager“ von Stefan Schwarz und Meike Winnemuths „Bin im Garten“.

Mai 05 2020

Vorgestellt von Kathleen Kröger, Mitarbeiterin im Kultur: Haus Dacheröden

Alexander Estis „Stellungnahmen zum Kulturbetrieb“

Alexander Estis „Stellungnahmen zum Kulturbetrieb“
Alexander Estis „Stellungnahmen zum Kulturbetrieb“

Verkehrt herum? Oder doch nicht? Wer den Kopf beim Lesen des jüngst erschienen Buches von Alexander Estis ein wenig schräg hält, liegt nicht ganz falsch. Nicht nur die Federzeichnungen des 1964 in Moskau geborenen Oleg Estis fordern den Geist, auch das Layout der cartoonesken Bilder regen zu neuen Leseperspektiven an. Ganz in schwarz-weiß gehalten, spielen die „Stellungnahmen zum Kulturbetrieb“ nicht nur mit den Blick- und Denkrichtungen, sondern präsentieren die Karikaturen des weltweit anerkannten Künstlers in einem modernen und zeitlosen Kontext.

Mai 04 2020

Vorgestellt von Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin und Autorin

Anne Enright „Die Schauspielerin“

Anne Enright „Die Schauspielerin“
Anne Enright „Die Schauspielerin“

Norah ist die Tochter einer einstmals berühmten Frau: Katherine O’Dell, geboren in England, aber durch ihren Namen als Irin identifiziert, erkämpft sich Schritt für Schritt ihre Karriere. Von kleinen Varieté-Theatern über größere Bühnen, dann erste Filme in England, schließlich Hollywood, wo sie in aufwendigen Produktionen erst Neben-, dann Hauptrollen übernimmt. Zwischen der berühmten Mutter und der Tochter besteht ein äußerst ambivalentes Verhältnis. Immer im Schatten des Stars, wächst Norah unter eigentümlichen Umständen heran. Schlimm wird es, als Katherine O’Dells Stern sinkt.

Mai 03 2020

Vorgestellt von Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin und Autorin

Patrick Quentin „Mord im Irrenhaus“

Patrick Quentin „Mord im Irrenhaus“
Patrick Quentin „Mord im Irrenhaus“

1936 erschien der erste Roman einer Serie, in der ein Broadway-Produzent namens Peter Duluth Fälle löst. In diesem ersten Buch lernt er seine zweite Frau Iris kennen, die dann später mit ihm gemeinsam Verbrechern das Handwerk legt. In „Mord im Irrenhaus“ weist sich Peter selbst in eine Nervenheilanstalt ein. Seine erste Ehefrau ist bei einem Hausbrand umgekommen, und er fühlt sich an ihrem Tod mitschuldig. Kummer und Selbstvorwürfe treiben ihn in den Alkoholismus. Er landet in der Anstalt eines gewissen, ein wenig sinistren Dr. Lenz, der berühmt ist für seine durchschlagenden Therapieerfolge.

Mai 02 2020

Vorgestellt von Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin und Autorin

Abbas Khider „Palast der Miserablen“

Abbas Khider „Palast der Miserablen“
Abbas Khider „Palast der Miserablen“

Abbas Khider stammt aus dem Irak. Als Student verhaftete man ihn unter dem Regime von Saddam. Er kam 1993 erstmals ins Gefängnis. Das „Verbrechen“, das man ihm zur Last legte, war, er habe regierungsfeindliche Flugblätter verteilt. Es gelang Khider nach seiner Freilassung 1996 den Irak zu verlassen. Nach vielen Umwegen kam er 2000 nach Deutschland, lernte Deutsch und veröffentlichte 2008 seinen ersten Roman „Der falsche Inder“.Nun liegt sein fünfter Roman vor, „Palast der Miserablen“. Auch hier verarbeitet Khider, der inzwischen in Berlin lebt, seine Erinnerungen an eine Zeit des Grauens.

Über uns

Erfurter Herbstlese e.V. - Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Unser Literaturverein organisiert seit 1997 die Erfurter Herbstlese, die zu den großen literarischen Veranstaltungsreihen in Deutschland gehört. Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Öffnungszeiten

  • Mi-Fr: 12.00 - 17.00 Uhr
    Sa: 10.00 - 15.00 Uhr

Unsere Partner & Sponsoren