Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Nov. 17 2017

Der Sams-Erfinder und die Capella Antiqua Bambergensis präsentieren im Kaisersaal „Das fliegende Kamel“

Vorfreude auf Paul Maar

Paul Maar liebt Lesungen mit Musik. Das macht mehr Spaß - und der Autor muss nicht die ganze Zeit vorlesen (Foto: Martin Timphus).
Paul Maar liebt Lesungen mit Musik. Das macht mehr Spaß - und der Autor muss nicht die ganze Zeit vorlesen (Foto: Martin Timphus).

Paul Maar, der Vater des rothaarigen und rüsselnasigen Sams, feiert am 13. Dezember seinen 80. Geburtstag. Vorher kommt er aber noch mal nach Thüringen. Am Samstag, den 18. November, ist er bei der Herbstlese zu Gast. Ab 16 Uhr liest Paul Maar dann im Kaisersaal in Erfurt aus dem Buch „Das fliegende Kamel“. Die aberwitzigen Narrengeschichten von Nasreddin Hodscha werden von den Musikern der Capella Antiqua Bambergensis mit orientalischen Liedern untermalt. Die „Thüringer Allgemeine“ hat mit Paul Maar vor seinem Besuch in Erfurt gesprochen. Hier ein Auszug aus dem Interview.

 

Sie kommen am 18. November zur Herbstlese nach Erfurt. Worauf darf sich das Publikum freuen?

Auf einen Auftritt zusammen mit vier deutschen und vier türkisch-stämmigen Musikern, die alle grandiose Künstler auf ihren Ins-trumenten sind.

Sie haben auch Musiker dabei!?

Es macht mehr Spaß. Ich muss nicht die ganze Zeit vorlesen und kann mich gemütlich zurücklehnen, den Zwischenmusiken zuhören, und im Takt der Trommeln mit den Beinen wippen.

In Ihrem Buch "Das fliegende Kamel" dreht sich auch alles um Geschichten. Die werden von dem orientalischen Geschichtenerzähler Nasreddin erzählt. Was hat es mit ihm auf sich?

Der lebte im 14. Jahrhundert angeblich in der Türkei oder in Persien. (In beiden Ländern kann man sein Grab besichtigen). Er ist eine Schelm, ähnlich unserem Till Eulenspiegel. Einige der Geschichten, die man später Till Eulenspiegel zugeschrieben hat, sind 50 Jahre vorher schon von Nasreddin Hodscha erzählt worden und sind wohl von Händlern nach Deutschland gebracht worden.

Und wie viel Nasreddin steckt in Paul Maar?

Nicht sehr viel.

Was hat Sie an Nasreddin Hodscha inspiriert?

Ich war oft an türkische Universitäten und Schulen eingeladen. Zehn meiner Bücher sind ins Türkische übersetzt. Germanistik-Studenten an der Universität Adana etwa lesen "Lippels Traum" auf Deutsch. Die Studenten dort haben mir die Geschichten von Nasreddin Hodscha erzählt. Ich habe immer gleich mitgeschrieben und gedacht: Diese Geschichten sollten auch deutsche Leser kennenlernen.

Wie lassen sich die Nasreddin-Geschichten beschreiben?

Nasreddin Hodscha hat einen skurrilen Witz, der mich ganz stark an Karl Valentin erinnert. Er ist zudem trickreich und manchmal recht unmoralisch.

Was können Kinder von einem Schelm wie Nasreddin lernen?

Hoffentlich nichts! Seine Geschichten sind - wie geschrieben - nicht immer ein Vorbild.

 

Das vollständige Interview mit Paul Maar erschien im Wochenend-Journal der Zeitung zusammen mit einer Leseprobe in der Ausgabe vom 11. November 2017.

Paul Maar

Foto: Tim Hufnagl

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