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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Nov. 27 2018

19:00 Uhr
Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt

Antanas Sutkus - Litauische Porträts

Pioneer. Ignalina, 1964 (Foto: Antanas Sutkus, Gestaltung: Susanne Jordan)
Pioneer. Ignalina, 1964 (Foto: Antanas Sutkus, Gestaltung: Susanne Jordan)

Eine Ausstellung des »Erfurter Salon der Kunst« in Kooperation mit dem Evangelischen Kunstdienst Erfurt e.V.


Vernissage am Dienstag, 27. November 2018, 19.00 Uhr 

Begrüßung: Lena Walter −  Geschäftsführerin Kultur: Haus Dacheröden

Grußwort: Rita Valiukonytė − Kulturattachée, Litauen

Einführung: Susanne Albrecht – Galeristin, Berlin

Musik: Kamilė Zaveckaitė


Seine erste Kamera kaufte er als Kind, eigentlich hatte er auf ein Fahrrad gespart, aber das Geld, das er beim gemeinsamen Torfstechen mit der Mutter verdiente, reichte dafür nicht aus. Heute gehört Antanas Sutkus zu den großen humanistischen Fotografen Europas und der Welt. Dabei sind es fast ausschließlich Menschen, die ihn als Motiv interessieren. Mit geduldigem Blick wartet er, bis sein Gegenüber unverstellt in die Kamera blickt.

In den 1950er Jahren begann er, die Menschen seines Heimatlandes Litauen zu fotografieren, damals eine besetzte Teilrepublik der Sowjetunion. Jahrzehntelang arbeitet er an seinem Zyklus "Menschen in Litauen", einer ebenso direkten wie einfühlsamen Dokumentation. Darin zeichnete er ein Bild von den Menschen seiner Heimat, das durch seine kompromisslose formale und inhaltliche Gestaltung sowie seine sichtbare Menschlichkeit bis heute von sprechender Aktualität ist. Im kalten Krieg und unter sowjetischer Herrschaft war Antanas Sutkus´ Unterfangen kühn und weder von Obrigkeit noch Kunstbürokratie gewollt: Sein Bild der Menschen wie der Gesellschaft entsprach so gar nicht dem sowjetischen Ideal sondern zeigte die Widrigkeiten des Lebens oder beobachtete dessen bescheidene Freuden. Mit seinen Arbeiten gelang es ihm, einen einzigartigen photographischen Bericht aus der geografischen Mitte Europas zu senden, die damals vom Westen aus betrachtet, beinahe unerreichbar fern schien.

Antanas Sutkus, ein Mitbegründer der „Litauische Gesellschaft für Fotografie“, wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Erich Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Seine Bilder sind Teil von Museumssammlungen in Paris, New York, London und Stockholm.

 

Ausstellung vom 28. November 2018 bis zum 25. Januar 2019 (Eintritt frei)
 

 

 

Datum Dienstag, 27. November 2018 - 19:00 Uhr
Preis Freier Eintritt
Ort

Anger 37, 99084 Erfurt, Thüringen, Deutschland

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