Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Sept. 26 2014

20:00 Uhr
Theater Erfurt (Großes Haus) in Erfurt

Sergej Lochthofen: Grau. Eine Lebensgeschichte aus einem untergegangenen Land

Sergej Lochthofen (Foto: Privat)
Sergej Lochthofen (Foto: Privat)

Sergej Lochthofen ist Journalist. Geboren 1953 in Workuta (Russland), kam er als Fünfjähriger mit den Eltern in die DDR, wo er eine russische Schule besuchte. Er studierte Kunst auf der Krim und Journalistik in Leipzig. Von 1990 bis Ende 2009 verantwortete er als Chefredakteur die Zeitung "Thüringer Allgemeine". Das Medium-Magazin wählte ihn zum regionalen "Chefredakteur des Jahres"; Fernsehzuschauer kennen ihn als Stimme des Ostens im ARD-Presseclub oder in der Phoenix-Runde.

Lochthofens Vater Lorenz stammte aus Dortmund und ging 1930 in die Sowjetunion. 1938 zu fünf Jahren Zwangsarbeit in Workuta verurteilt, wurde er erst nach neun Jahren aus dem Gulag entlassen. Danach mussten er und seine Familie weiterhin in Workuta in der Verbannung leben. Nach der Rehabilitierung von Lorenz Lochthofen siedelte die Familie 1958 in die DDR um.

 

 

Das Buch

Sergej Lochthofen: Grau. Eine Lebensgeschichte aus einem untergegangenen Land

Der Norden Russlands: Drei Jungen kämpfen in einem schadhaften Boot mitten im eisigen Fluss um ihr Leben. Es ist die Workuta, die einer ganzen Schreckensregion den Namen gibt. Jahrzehnte später steht einer von ihnen auf den Domstufen in Erfurt und verkündet vor zehntausenden Demonstranten, dass seine Zeitungsredaktion sich gerade von der allmächtigen Partei unabhängig gemacht hat. Es ist die Geburtsstunde der ersten Reformzeitung in der DDR.

Zurück liegt ein Leben als Deutscher unter Russen und als Russe unter Deutschen, geprägt von der Erfahrung, ohne Heimat aufgewachsen zu sein. In seinem Buch beschreibt Sergej Lochthofen, wie er nach Thüringen kam, auf der Straße die Sprache lernte, als einziges Kind eines Zivilisten in eine sowjetische Garnisonsschule ging, von zu Hause ausbrach, um auf der Krim Kunst zu studieren, vor der Einberufung in die Sowjetarmee zurück in die DDR floh und während  der bleiernen Honecker-Zeit den stupiden Alltag in einer SED-Zeitung als Journalist erlebte. Lochthofen gehört zur dritten Generation einer  deutschrussischen Familie, die den Stalinismus erlebt und erlitten hat – von der Oktoberrevolution über den Gulag bis zum Mauerfall.

Sergej Lochthofen stellt sein Buch im Gespräch mit Fritz Pleitgen vor.

Datum Freitag, 26. September 2014 - 20:00 Uhr
Preis Vorverkauf: 12,90 € / 10,90 € ermäßigt
Abendkasse: 12,90 € / 10,90 € ermäßigt Zum Ticket Shop
Information zum Kartenkauf Herbstlese-Geschäftsstelle: Anger 37, 99084, Erfurt
Mo-Fr: 12.00 - 17.00 Uhr, Sa: 10.00 - 15.00 Uhr
0361 644 123 75  www.herbstlese.de

Ticket Shop Thüringen: TA, OTZ, TLZ Pressehäuser/Service-Partner/angeschlossene Tourist Informationen
0361 227 5 227  www.ticketshop-thueringen.de

Buchhandlung Hugendubel: Anger 62, 99084, Erfurt
Mo-Sa: 9.30–20.00 Uhr
Künstler Sergej Lochthofen
Ort

Theaterplatz 1, 99084 Erfurt, Thüringen, Deutschland

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