Rückblick Winterball

Rückblick
today Samstag, 31.01.2026
location_on Kultur: Haus Dacheröden
Erster Winterball im Kultur: Haus Dacheröden

Einladende Lichter, eleganter Blumenschmuck und die Klänge eines Salon-Orchesters – das Kultur: Haus Dacheröden am Erfurter Anger verwandelte sich am Samstag in ein Ball-Haus. Sicher haben die historischen Gemäuer schon viele Tanzveranstaltungen erlebt, doch für die vergangen Jahrzehnte war es eine Premiere. Eine gelungene, um den Eindruck des Abends gleich zusammenzufassen, und eine, die viele Gästen gern wiederholen würden.

Mit dem Öffnen der schweren Tür zum Anger startete ein freundliches Vergnügen: festlich, lebendig und zugleich angenehm unaufgeregt. Zwischen eleganter Garderobe, feinen Details und einer spürbaren Vorfreude entstand schnell eine Atmosphäre, in der man sich gern treiben ließ – von Begegnungen, von Bewegung, von diesem besonderen Gefühl, das nur dann entsteht, wenn ein Ort und sein Publikum an einem Abend wirklich zusammenfinden.

Musikalisch war der Winterball vor allem eines: tanzbar. Dafür sorgte das Orchester Franz L. sowie das Gitarrenduo Chaves/Pawelski. Ob schwungvoll auf der großen Fläche, mit viel Gefühl beim Tango oder spät nach Mitternacht bei Disco-Klängen von DJ Benno Bounce – der Abend lebte von Dynamik und Abwechslung, moderiert von Julia Maronde als Hausherrin Caroline von Dacheröden. Es war genau diese Mischung, die den Charakter prägte. Kein starres Programm, sondern ein Fluss, in dem sich Zuhören, Zuschauen, Lachen, Tanzen und kurze Verschnaufpausen ganz selbstverständlich abwechselten. Die Übergänge saßen, die Stimmung blieb in Bewegung – und doch hatte alles seinen Rahmen.

Zu einem Ballabend gehören auch die kleinen Zwischenräume: ein kurzer Blick in den Saal, bevor die nächste Runde beginnt; ein Gespräch am Rand, das länger dauert als geplant; das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und die Neugier auf neue. Gerade diese Momente machten den Winterball so rund – weil sie zeigen, dass Kultur nicht nur auf der Bühne passiert, sondern überall dort, wo Menschen sich begegnen.

Dass ein Abend so leicht wirken kann, setzt Teamarbeit voraus. Hinter den Kulissen braucht es Planung, Timing, Technik, Service, Organisation und viele gute Hände, die den Blick fürs Detail behalten. Der ausrichtende Herbstlese-Verein, seine Helferinnen und Helfer, sorgten für einen gelungen Abend. Spontan kündigte Ballmeister Jens Panse beim Mitternachtswalzer eine Neuauflage des bunten Treibens an. Das Ball-Komitee um Susan Bretschneider wird nun in aller Ruhe den Abend auswerten und sicher neue Ideen entwickeln, die Geschäftsführerin Juliane Güttler und die Mitarbeitenden des Hauses dann wieder mit großem Engagement in reales Vergnügen verwandeln werden.

In allen Sälen war am Abend Peter Runkewitz unterwegs. Eine Auswahl seiner Fotos finden Sie angefügt.
Über seine Webseite können noch mehr Aufnahmen angeschaut werden – sicher für alle, die sich am Samstag auf die Tanzfläche wagten oder einfach nur die belebende Atmosphäre des Abends genossen eine schöne Erinnerung.