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Lernen, die Welt mit neuen Augen zu sehen
Seit Jahren reisen Florian und Lisa Smit nach Skandinavien, wo sie jahrtausendealte Gletscher, mystische Wälder, weitläufige Fjell Landschaften und tanzende Nordlichter fotografieren. Doch vor allem sind es die wilden Tiere, die ihre Herzen höherschlagen lassen: Moschusochsen, Rentiere und Polarfüchse werden zu echten Kunstwerken, wenn sie im sommerlichen Abendlicht oder im Winter bei -15°C vor ihrer Linse auftauchen.
Herbst 2014 - Stundenlang liegen Florian und Lisa auf dem Boden inmitten eines riesigen Steinbruchs, bis sich endlich etwas bewegt. Ein junger Polarfuchs huscht durch die Landschaft, er schnuppert umher und scheint sie kaum zu bemerken. Jetzt zählt jede Sekunde, bloß keine hastigen Bewegungen oder Geräusche machen. Fast regungslos beobachten sie die Szene. Der Fuchs legt sich nieder, schließt seine Augen und schläft nur wenige Meter vor ihnen ein. Die Kamera klickt. Als die beiden zu ihrem Bus zurückkehren, durchströmt sie ein Glücksgefühl. Auf diesen Moment hatten sie tagelang gehofft, all die Strapazen der letzten Wochen haben sich gelohnt.
Es sind genau solche Erlebnisse, die ihre Erkundung der größten Nationalparks in Norwegen und Schweden prägen. Florian und Lisa haben ein Auge für die großen und kleinen Naturwunder, sei es der Blick aus dem Schlafsack hinauf zum Sternenhimmel, die Farbspiele im verwitterten Gestein oder im Nebel tanzende Schmetterlinge und Motten. Sie nehmen sich Zeit und suchen das, was im Verborgenen liegt. Dafür leben sie im Bus, im Zelt und sogar in einer kleinen Holzhütte, die abgelegen inmitten einer von knorrigen Bäumen bewachsenen Hügellandschaft steht.
Florian Smit ist professioneller Naturfotograf und lebt mit seiner Frau Lisa auf einem ehemaligen Bauernhof in Norddeutschland. Nach seiner Fotografenausbildung machte er sich 2015 als Nikon-Fotograf selbstständig. Lisa unterstützt ihn bei Reisen organisatorisch und entdeckte dabei ihre Leidenschaft für das Schreiben. Gemeinsam erfüllen sie sich ihren Traum vom Reisen und verbringen möglichst viel Zeit in der Natur. Seit 2017 berichten sie in Live-Reportagen von ihren Abenteuern sowie von der Geduld und den Herausforderungen, die es braucht, um die Schönheit der Natur fotografisch festzuhalten.
Im Rahmen der Reihe „Dacheröden on Tour“ lädt das Kultur: Haus Dacheröden regelmäßig Menschen ein, die über ihre ganz unterschiedlichen Reisen und Erfahrungen in der Ferne erzählen. Ob waghalsige Abenteuer, tiefgehende Begegnungen oder inspirierende Erlebnisse – die Vorträge bringen die Welt nach Erfurt und wecken die Lust aufs Entdecken.
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