Saba-Nur Cheema und Meron Mendel bringen seit Jahren Menschen mit grundverschiedenen Ansichten ins Gespräch. Ihre Erfahrung zeigt: Nicht die Kontroverse ist das Problem unserer Gegenwart, sondern eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung, die jede Differenz als Gefahr oder Verletzung erfährt. Beide setzen sich für produktive Auseinandersetzungen und ein demokratisches Miteinander ein.
Saba-Nur Cheema wuchs in Frankfurt als Tochter pakistanischer Flüchtlinge auf. Die Politologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin war Mitglied des Expertenkreises zu Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung und ist Präsidiumsmitglied des Goethe-Instituts.
Meron Mendel wuchs in einem Kibbuz in Israel auf. Der Historiker ist Professor für Soziale Arbeit sowie Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt und Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Über Israel reden".
Die beiden sind verheiratet und schreiben u.a. gemeinsam die Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“. Am 3. September 2026 erscheint von Ihnen außerdem „Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen": Darin machen die Autor:innen deutlich, dass eine lebendige Debattenkultur dort entsteht, wo Konflikte ausgehalten, Ambivalenzen zugelassen und Andersdenkende als ernstzunehmende Gesprächspartner behandelt werden. Das Buch ist ein eindringlicher Appell, die Öffentlichkeit nicht den Lautesten und Empörtesten zu überlassen, sondern sie durch Streitfähigkeit, Respekt und echten Austausch zurückzugewinnen.
Für das Gespräch mit Marion Brasch bringen die beiden Filme, Musik und Bücher mit, die ihnen wichtig sind, und wir werden das Paar von seiner persönlichen, beruflichen und auch politischen Seite erleben.
Moderation: Marion Brasch
In Kooperation mit der BürgerStiftung Erfurt
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