Saba-Nur Cheema und Meron Mendel bringen seit Jahren Menschen mit grundverschiedenen Ansichten ins Gespräch. Ihre Erfahrung zeigt: Nicht die Kontroverse ist das Problem unserer Gegenwart, sondern eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung, die jede Differenz als Gefahr oder Verletzung erfährt. Beide setzen sich für produktive Auseinandersetzungen und ein demokratisches Miteinander ein.
Saba-Nur Cheema wuchs in Frankfurt als Tochter pakistanischer Flüchtlinge auf. Die Politologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin war Mitglied des Expertenkreises zu Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung und ist Präsidiumsmitglied des Goethe-Instituts. Meron Mendel wuchs in einem Kibbuz in Israel auf. Der Historiker ist Professor für Soziale Arbeit sowie Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt und Autor des SPIEGEL-Bestsellers »Über Israel reden«. Die beiden sind verheiratet, schreiben u.a. gemeinsam die Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“.
Für das Gespräch mit Marion Brasch bringen die beiden Filme, Musik und Bücher mit, die ihnen wichtig sind, und wir werden das Paar von seiner persönlichen, beruflichen und auch politischen Seite erleben.
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