Daniel Haas und Hanna Heim widmen sich in ihren Büchern aus unterschiedlichen Perspektiven den großen Themen Einsamkeit und Suizid. Wie findet man heraus aus einem Gefühl größter Einsamkeit, nachdem beiden Eltern Suizid begangen haben?
Und wie soll man dazu stehen, wenn die eigenen Großeltern beschließen, ihren Tod selbst in die Hand zu nehmen, um selbstbestimmt zu sterben – freiwillig und gemeinsam?
Während Daniel Haas sich auf eine persönliche und poetische Suche nach den Ursprüngen der Einsamkeit macht und nach Mitteln und Wegen sucht, damit umzugehen, lässt Hannah Heim ihre Protagonistin Doreen der Frage nachgehen, was wirklich zählt im Leben, welche Orte, Menschen und Erlebnisse.
Daniel Haas, Jahrgang 1967, lebt als freiberuflicher Journalist und Autor in Hamburg. Von 2004 bis 2010 war er Kulturredakteur bei SPIEGEL ONLINE, es folgten Stationen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit sowie der Neuen Zürcher Zeitung. Er schreibt über Literatur, Film und gesellschaftspolitische Fragen. Das Thema Einsamkeit beschäftigt ihn seit Langem. Er verlor beide Eltern durch Suizid, ein Burn-out isolierte ihn für mehrere Jahre. So wurde Einsamkeit eine prägende Erfahrung – und eine Chance, sich und andere besser zu verstehen.
Hanna Heim, geboren 1988, stammt aus Ostberlin und arbeitet als Wirtschaftsjournalistin. Sie lebt gemeinsam mit Mann und zwei Töchtern in der Nähe von Berlin. Nach dem gemeinsamen Tod ihrer Großeltern hat sie sich entschlossen, ihre Familiengeschichte als Roman zu verarbeiten.
Moderation: Julia Maronde
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