Mit leichter Hand
Was für ein Wunder sind unsere Hände! In feinem Spiel arbeiten 27 Knochen, 36 Gelenke, 39 Muskeln und zahlreiche Bänder und Sehnen präzise miteinander. Hoch spezialisiert beherrschen sie ein breites Repertoire an Aufgaben und sozialen Gesten: Zeigen und Zählen, Greifen und Kitzeln, Streicheln und Schlagen, Drücken und Drohen. Wie viel steckt hinter der Entscheidung, ob man die Hände zur Faust ballt oder einem anderen reicht!
Als einziges Tier meistert der Mensch knifflige Operationen wie das Geigenspiel und die Chirurgie. Das Popeln oder den Umgang mit Werkzeugen hingegen beherrschen auch viele unserer tierischen Verwandten. Vielleicht gibt es deshalb so viele zoologische Begriffe für unser Doppel-Greiforgan: Flosse, Kralle, Pranke, Pfote, Klaue, Tatze. Auch bei den Gesten mancher wütender Autofahrer besteht eine gewisse Nähe zum Tierreich. So recken männliche Affen vor einem Revier- bzw. Statuskampf statt eines Mittelfingers ein anderes Körperteil in die Höhe.
Am Samstag ist unser Thema Gegenstand und Mittel zugleich. Die Hand: Wir schreiben mit und über sie. Mit dem Füller oder im zehn-Finger-System, aber immer mit Fingerspitzen-Gefühl. Ich freu mich drauf!
Kreatives Schreiben mit Anke Engelmann: immer am letzten Samstag im Monat, immer 10 bis 15 Uhr.
Das Kreative Schreiben unter der Leitung von Anke Engelmann (Büro für angewandte Poesie, Weimar) findet regelmäßig im Kultur: Haus Dacheröden statt. Alle, die ihre Schreiberfahrungen mit anderen teilen und diskutieren, Neues lernen und sich in der Kunst des Schreibens ausprobieren möchten, sind herzlich eingeladen.
Nähere Informationen zu Anke Engelmann gibt es unter www.poesiebuero.de.
Anmeldung:
Mail an: engelmann@poesiebuero.de