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Zwischen Anger, Saale und Elbe: Mitteldeutsches Stadtschreiber-Treffen im Kultur: Haus Dacheröden
Drei Städte, drei literarische Residenzen, ein ganz besonderer Abend: Die Sommerbühne im Innenhof des Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt verwandelt sich in das Epizentrum der mitteldeutschen Gegenwartsliteratur. Hier treffen die amtierenden Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber aus Erfurt, Halle (Saale) und Magdeburg zu einem außergewöhnlichen Lese- und Gesprächsabend unter freiem Himmel aufeinander.
Das Publikum erwartet ein echtes Novum: Erstmals stehen die aktuellen Stimmen dreier wichtiger Kulturstädte der Region gemeinsam auf einer Bühne. Mittendrin ist Erfurts Stadtschreiberin Lena Schätte, eine der derzeit profiliertesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Erst kürzlich wurde sie bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt mit dem renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet – die Jury würdigte ihren Text als von außergewöhnlicher existenzieller und literarischer Kraft. In Erfurt fängt sie mit feinem Gespür den Puls der Thüringer Landeshauptstadt ein.
Flankiert wird sie von den beiden aktuellen Stipendiaten aus Sachsen-Anhalt: Aron Boks, dem bekannten Slam-Poeten, Autor und Hallenser Stadtschreiber, sowie der renommierten, gebürtigen Magdeburgerin Anne Hahn, die für die Dauer ihres Stipendiums an die Elbe zurückgekehrt ist. Gemeinsam stehen sie für drei völlig unterschiedliche Handschriften und Perspektiven auf das Schreiben in und über Städte.
Ein Abend über das Beobachten, Ankommen und Einmischen Das Amt der Stadtschreiber ist einzigartig: Es fordert dazu auf, eine Stadt monatelang mit unvoreingenommenem, scharfem Blick zu sezieren. Doch was passiert, wenn diese frischen Perspektiven mitten im laufenden Stipendienjahr aufeinandertreffen? An diesem Abend lesen die drei Kunstschaffenden aus ihren aktuellen Werken sowie aus Texten, die ganz frisch während ihrer Residenzen entstehen. Ob Aron Boks’ Erkundungen städtischer Begegnungsorte, Anne Hahns literarische Spurensuche an der Elbe oder Lena Schättes Erfurter Beobachtungen – das Programm verspricht eine abwechslungsreiche Mischung aus humorvollen Alltagsbeobachtungen, Tiefgang und scharfsinningem Dialog.
Zudem gewähren sie einen Blick hinter die Kulissen: Wie blickt man auf eine Stadt, die einem für ein paar Monate zur Heimat auf Zeit wird? Und wie unterscheidet sich das literarische Leben zwischen Erfurt, Halle und Magdeburg?