In ihrem einzigartigen Roman erzählt Radka Denemarková zwei miteinander verwobene Geschichten, die sich wie Wasser und Feuer begegnen - gegensätzlich und doch untrennbar. Im Zentrum stehen unbezwingbare Liebe und raffinierte Gewalt, familiäre Prägungen und ideologische Verführungen. Die Figuren tragen die Narben ihrer Herkunft und ihrer Zeit: einer Gesellschaft, die nach innen wie an ihren Rändern verhärtet ist - gegenüber den Sensiblen, den Verletzlichen, den sogenannten Schwächeren. Ihr Leiden ist kein individuelles Versagen, sondern Symptom einer Epoche. Und hinter allem scheint eine dunkle Macht zu wirken: die Kobolde.
Radka Denemarková, geboren 1968, ist eine tschechische Autorin, Dramatikerin, Drehbuchautorin, Essayistin und Übersetzerin deutscher Literatur. Als einzige tschechische Autorin ist sie vierfache Preisträgerin des Magnesia Litera Preises. Ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Für ihren Roman „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude“ wurde sie mit dem Spycher Literaturpreis Leuk 2019 ausgezeichnet, für „Stunden aus Blei“ mit dem Literaturpreis des Landes Steiermark 2022, mit dem Brücke Berlin Preis 2022 (zusammen mit ihrer Übersetzerin) und mit dem Franz-Kafka-Preis Odradek 2024. 2023 wurde sie in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.
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