Der neue Erzählband von Stefan Petermann versammelt Geschichten voller flüchtiger Glücksmomente, überraschender Begegnungen und feiner Beobachtungen. Zugleich sind es literarische Momentaufnahmen einer Gegenwart, die sich ständig verändert und deren Gewissheiten brüchig geworden sind. Seine Figuren befinden sich an Schwellen und Wendepunkten: Sie stehen vor Abschieden, Aufbrüchen oder Entscheidungen, die ihr Leben verändern können. Mit großer sprachlicher Präzision und einem feinen Gespür für die Zwischentöne menschlicher Beziehungen zeichnet Petermann kleine Welten, die zugleich vertraut und fragil wirken. Es sind Geschichten von Menschen, die nach Halt suchen, sich verlieren und wiederfinden, die hoffen, zweifeln und weitermachen. Selbst dort, wo etwas zu Ende geht, bewahren seine Texte einen besonderen Glanz – als würden sie den flüchtigen Augenblick festhalten, bevor er verschwindet.
Im Mittelpunkt vieler Erzählungen steht die Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen: als Kraft, die verbindet, als Sehnsucht, die trägt, und als Versuch, Brüchen, Verlusten und Veränderungen zu trotzen. Mal scheitert sie an den Umständen, mal behauptet sie sich gegen alle Widerstände. So entstehen Geschichten, die berühren, irritieren und nachhallen – mit überraschenden Perspektiven auf die Gegenwart und einem wachen Blick auf das, was noch kommen könnte.
Stefan Petermann, geboren in Werdau, hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht, dazu den Reportagenband „Jenseits der Perlenkette“. Einige seiner Geschichten wurden verfilmt. Er war an zahlreichen Ausstellungen und Kunstprojekten beteiligt, zuletzt „Der Thüringer Blumenwurf“. Er unterrichtet an der Bauhaus-Universität Literarisches Schreiben und lebt in Weimar.
In Kooperation mit der Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.