Die Ausstellung von Wolfgang Sobol und Lutz Gode macht Zwischenräume sichtbar – als Orte der Spannung, des Übergangs und der neuen Perspektiven. Entstanden aus einer besonderen Situation heraus, in der eine kurzfristig abgesagte Ausstellung einen offenen Raum hinterließ, begegnen sich die beiden Thüringer Künstler in einem gemeinsamen künstlerischen Dialog. Ihre Werke werden dabei bewusst einander gegenübergestellt und eröffnen vielschichtige Bezüge zwischen Landschaft, Figur, Wahrnehmung und Vergänglichkeit.
Lutz Gode zeigt expressive und zugleich hochsensible Arbeiten, in denen sich die Wunder ebenso wie die Abgründe der Welt spiegeln. In großformatiger Malerei, Porträts, Papierplastiken und Mischtechniken bewegt er sich zwischen Abstraktion, grafischer Strenge und direkter, mitunter schriftbasierter Ausdrucksweise.
Wolfgang Sobols nähert sich der Landschaft mit einem analytisch-strukturellen und zugleich malerisch-poetischen Blick. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen Baumformen, deren Eigenarten vor blassfarbenen, scheinbar endlosen Himmelsverläufen hervortreten. Die entkleideten Baumriesen erscheinen dabei als gestische Wesen – kraftvoll, verletzlich und zugleich vom Verschwinden bedroht. So wird Natur in seinen Bildern zu einer Existenzform, in der die permanente Vergänglichkeit allen Seins spürbar wird.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung bietet die Gelegenheit, mit den beiden Künstlern ins Gespräch zu kommen und ihre unterschiedlichen, sich zugleich ergänzenden künstlerischen Positionen kennenzulernen. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von Johannes Gräbner, der selbst als bildender Künstler tätig ist, am Kontrabass sowie von Alexej Wieber am ungewöhnlichen Instrument Flux Synthesizer. Die Bar ist geöffnet, und es gibt zahlreiche Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend in den Ausstellungsräumen ausklingen zu lassen.
Wir bitten alle Interessierten herzlich, das Anmeldeformular zu nutzen, da es uns hilft, die Veranstaltung optimal zu planen.
Die Ausstellung ist vom 7. Juli – 26. September 2026 Dienstag bis Freitag 12 - 17 Uhr und Samstag 10 - 17 Uhr (ausgenommen Feier- Sonn- und Montage oder geschlossene Veranstaltungen) in den Galerieräumen des Hauses zu sehen. Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich, Informationen dazu finden Sie hier.