Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Sept. 04 2014

Programm-Pressekonferenz zur Herbstlese 2014

Den Mutigen gehört die Welt?

Die Programm-Pressekonferenz der Herbstlese stieß bei den Journalisten auf ein reges Interesse. (Foto: Holger John)
Die Programm-Pressekonferenz der Herbstlese stieß bei den Journalisten auf ein reges Interesse. (Foto: Holger John)

Schön, wenn man verlässliche Partner hat. Seit Jahren unterstützt die Erfurter Stadtwerke Gruppe die Herbstlese. Zur Pressekonferenz in der Stadt- und Regionalbibliothek entsandte das Unternehmen die Chefin der EVAG. Myriam Berg stellte, als fast schon alle auseinander gehen wollten, die entscheidende Frage:  „Was ist mit dem Kartenvorverkauf?“

Den hatten Herbslese-Vereinsvorsitzender Dirk Löhr und Programm-Chefin Monika Rettig im Banne der anstehenden 66 Veranstaltungen doch glatt aus den Augen verloren. Damit das in diesem Text nicht wieder passiert, startet er mit diesen Informationen: Karten gibt es ab Samstag, 10 Uhr, in der Herbstlese-Geschäftsstelle in der Marktstraße, bei Hugendubel am Anger, bei den an das Thüringen-Ticket angeschlossenen Verkaufsstellen (auch außerhalb von Erfurt) und zeitnah zum "analogen" Verkauf hier im Netz. Unter dem Menüpunkt „Tickets“ lassen sich dann alle nötigen Informationen finden.

Mit 66 Veranstaltungen hat das Programm 2014 einen Umfang, der sich mit dem der Vorjahre messen lassen kann. In etwa sollten daher auch wieder vergleichbar viele Besucher angelockt werden können, die Organisatoren gehen von über 12.000 aus. Doch interessanter als diese Zahlen ist sicher, wer und was die Gäste der Herbstlese erwartet. Dirk Löhr fasst es in einem Satz zusammen: „Diese Saison wird eine deutlich politischere als ihre Vorgänger sein.“

Dafür spricht schon das Motto: „Den Mutigen gehört die Welt?“. Natürlich mit Fragezeichen, schließlich waren es vor mehr als 25 Jahre nur einige wenige Menschen, die an tiefgreifende Veränderungen glaubten. Zwar ist heute von einer friedlichen Revolution die Rede, doch allein schon der Titel von Roland Jahns Buch „Wir Angepassten“ zeigt, dass es noch viele andere Biografien gab: Die der Verzagten, der Unschlüssigen und der, die resigniert hatten.

Mit diesem breiten Spektrum menschlicher Charakterstärke beschäftigen sich eine ganze Reihe Bücher, die im Herbst erscheinen. So steht im ersten Kapitel von Sergej Lochthofens „Grau  - Eine Lebensgeschichte aus  einem  untergegangenen Land“ der Satz: „Viele schwiegen. Schauten weg. Ich auch.“ Doch Mut und Feigheit sind nichts, auf das die größte aller Deutschen Demokratischen Republiken einen Alleinvertretungsanspruch erheben könnte. Das Motto der Herbstlese 2014 findet sich auch bei Andrej Kurkow , Rafik Schami und Katja Petrowskaja wieder, die von der Ukraine, Damaskus oder Russland erzählen. Oder bei Edgar Feuchtwanger, der davon berichtet, wie es sich lebte, „Als Hitler unser Nachbar war.“

Es ist eine denkbar undankbare Aufgabe, auf einer Pressekonferenz bei  66 nur einige wenige Veranstaltungen hervorzuheben. Hier ist das zum Glück nicht nötig. Auf den Seiten unter dem Menüpunkt „Programm“ können Sie sich selbst ein Bild von unserem Angebot machen. Hauptsache, Sie verpassen den Vorverkauf nicht.

Ach ja, die aufmerksame Frau Berg freut sich übrigens am meisten auf Jan Weiler. Das hat sie in einer kleinen Video-Botschaft verraten. Her Löhr ist ganz gespannt auf „Feders fabelhafte Pflanzenwelt“ und Frau Rettig ist von Marion Braschs zweiten Roman ganz begeistert. Ihnen viel Spaß mit unserem Programm.

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