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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
April 24 2014

Isabella Straub bei der "Frühlingslese"

Das Leben ist kein Südbalkon

Isabella Straub bei ihrer Lesung im Klub Franz Mehlhose (Foto: Holger John, viadata)
Isabella Straub bei ihrer Lesung im Klub Franz Mehlhose (Foto: Holger John, viadata)

Innerhalb eines knappen halben Jahres hat die Kärtner Autorin Isabella Straub zwei Mal den weiten Weg von Klagenfurt nach Erfurt auf sich genommen, immerhin 11 Stunden Fahrtzeit mit der Bahn. Der Grund: Isabella Straubs erster Roman "Südbalkon" wurde beim Debütantensalon der letztjährigen "Erfurter Herbstlese" vom Publikum zum Debüt der Herbstlese gewählt. Insgesamt drei Autorinnen waren zum Salon geladen, Isabella Straubs Buch und ihr Auftreten überzeugten am meisten, und sie gewann. Neben einer schönen Grafik ist eine Sololesung in der folgenden "Frühlingslese" der Hauptteil des Preises, gesponsert von der Buchhandlung Hugendubel.

April 13 2014

Filmlust und Krimifrust

Thüringer unter sich: Andreas Dresen wurde in Gera geboren, Hans-Dieter Schütt in Ohrdruf. Foto: Viadata
Thüringer unter sich: Andreas Dresen wurde in Gera geboren, Hans-Dieter Schütt in Ohrdruf. Foto: Viadata

Andreas Dresen ist ein Glückskind. Alles, was der 50-Jährige Regisseur beginnt, gelingt. Seine Filme sind auf Preise abonniert; sie überzeugen aber nicht nur die Kritik, „Wolke 9“ oder „Halt auf halber Strecke“ sind auch beim Publikum erfolgreich. Wie geht so etwas, mag sich der Berliner Journalist Hans-Dieter Schütt gefragt haben. Wo ist bei so viel Licht der Schatten?

April 11 2014

Von A wie Apfelduft bis Z wie Zahlbox

Ein gut gelaunter Frank Quilitzsch kurz vor seiner Lesung in der Buchhandlung Hugendubel (Foto: viadata).
Ein gut gelaunter Frank Quilitzsch kurz vor seiner Lesung in der Buchhandlung Hugendubel (Foto: viadata).

Mit seiner Kolumne "Rote Liste" traf der TLZ-Kulturredakteur Frank Quilitzsch ins Schwarze: Aus ihr sind insgesamt drei Bücher und ein Hörbuch, wunderbar eingelesen von Iris Berben und Thomas Thieme, entstanden. Ein Erfolg, mit dem Frank Quilitzsch nicht unbedingt gerechnet hat, als er anfing, sich mit den Dingen unserer Alltagswelt zu beschäftigen, die es schon gar nicht mehr gibt oder die langsam aber sicher aussterben. Füllfederhalter und Teppichklopfer fanden Aufnahme in die "Rote Liste", die Schaffnertasche, die das Kind Frank Quilitzsch unheimlich faszinierte, oder der Liebesbrief und die Glühbirne. Etwa 150 Gegenstände sind es dann schließlich geworden, denen Frank Quilitzsch liebevoll ein kleines Denkmal gesetzt hat.

April 10 2014

Auf Lebenszeit

Auf Lebenszeit
Auf Lebenszeit

Für viele, die im Osten der Republik aufwuchsen, teilt sich das Leben in zwei Teile: die Zeit vor dem Herbst 1989, und in die danach. Das ist auch bei Dieter „Maschine“ Birr so. Doch der Frontmann der Puhdys hat für seine Autobiographie, die er zusammen mit Wolfgang Martin pünktlich zum eigenen 70. Geburtstag im März vorlegt, ein anderes als sein Schicksalsjahr ausgemacht. 2003 erkrankt er an Borreliose, ohne lange zu wissen, warum er sich so schlecht fühlt. Sein Gesicht ist erst auf der einen, dann auf der anderen Seite gelähmt. Sein Leben als Musiker steht vor dem Ende.

April 09 2014

Umwege erhöhen die Ortskenntnis

Dissidentin, Revolutionärin, Abgeordnete, Ministerin, Parteivorsitzende, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen: Marianne Birthler hat über ihr Leben einiges zu berichten. Foto: Viadata
Dissidentin, Revolutionärin, Abgeordnete, Ministerin, Parteivorsitzende, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen: Marianne Birthler hat über ihr Leben einiges zu berichten. Foto: Viadata

Mit Erinnerungen ist das so eine Sache. Sie sind manches Mal trügerisch, zeichnen die Vergangenheit in ein weiches Licht oder sorgen für Übertreibungen, die eher unspektakulären Ereignissen zu Gewicht verhelfen sollen. Dem zehnten Kapitel ihrer Autobiografie hat Marianne Birthler ein Zitat Erich Maria Remarques vorangestellt: „Das Wunder, wenn man es erlebt, ist nie vollkommen. Erst die Erinnerung macht es dazu.“ Es beschreibt die Gefühlslage einer Frau, die fast den Glauben an ihre Mitmenschen verloren hatte. Bis zu diesem 4. November 1989 und der großen Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz.

April 03 2014

Fast wahre Geschichten

Nach vier Büchern soll es aus sein mit dem Richter und Margaux? Ob Ulrich Wickert ein Einsehen mit seinem Helden hat, lässt sich in seinem neuen Krimi nachlesen. Foto: Holger John
Nach vier Büchern soll es aus sein mit dem Richter und Margaux? Ob Ulrich Wickert ein Einsehen mit seinem Helden hat, lässt sich in seinem neuen Krimi nachlesen. Foto: Holger John

„Einen schönen guten Abend.“ Seine Begrüßungsworte im Kaisersaal klingen wie ehedem bei den Tagesthemen. Jetzt ist Ulrich Wickert als Krimi-Autor unterwegs. Sein fünftes Buch mit Untersuchungsrichter Jacques Ricou ist gerade erschienen. „Bleib mit deinem Ermittler bei der Wirklichkeit. Such nach Dingen, die du zu einem Krimi zusammensetzen kannst“, erklärt er seinem Publikum.

April 02 2014

Dichtung und Wahrheit

Dichter oder Schriftsteller? Uwe Kolbe möchte so oder so Anerkennung für seine Texte finden. Foto: Holger John
Dichter oder Schriftsteller? Uwe Kolbe möchte so oder so Anerkennung für seine Texte finden. Foto: Holger John

Es ist furchtbar. Seit Jahren wartet die Literaturkritik auf den einen DDR-Roman. Ein Buch soll das sein, das alles erklärt, auf höchstem literarischen Niveau selbstverständlich; Dichtung und Wahrheit, Wirklichkeit und Spinnerei, alles deutlich erkennbar und doch überraschend. Es ist, als erzählten sich die Kritiker selbst einen Witz – um dann verstört zu sein, weil sie die Pointe schon kennen (oder sie nicht verstehen).

April 01 2014

Gelegenheiten ohne Ende

Schlosser, Krankenpfleger, Germanist - Gregor Sander, 1968 in Schwerin geboren, legte mit "Was gewesen wäre" seinen zweiten Roman vor. Foto: Holger John
Schlosser, Krankenpfleger, Germanist - Gregor Sander, 1968 in Schwerin geboren, legte mit "Was gewesen wäre" seinen zweiten Roman vor. Foto: Holger John

Monotonie, Monotonie, Monotonie, singt Katharina. Sie ist Künstlerin. In Berlin hat sie Ausstellungsverbot. Nun lebt sie in der Provinz, irgendwo im Nichts des Nordens. Heute gibt sie in dem alten Forsthaus ein Sommerfest. Keine Party. Ihr Sohn Julius spielt Gitarre. Seinetwegen sind die beiden Mädchen gekommen. Jana und Astrid gehen in die 11. Klasse. In Neubrandenburg, der Vier-Tore-Stadt.

Über uns

Erfurter Herbstlese e.V. - Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Unser Literaturverein organisiert seit 1997 die Erfurter Herbstlese, die zu den großen literarischen Veranstaltungsreihen in Deutschland gehört. Es lebe die Erfurter Herbstlese!

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  • Mo-Fr: 12.00 - 17.00 Uhr
    Sa: 10.00 - 15.00 Uhr

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