Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
April 11 2014

Von A wie Apfelduft bis Z wie Zahlbox

Ein gut gelaunter Frank Quilitzsch kurz vor seiner Lesung in der Buchhandlung Hugendubel (Foto: viadata).
Ein gut gelaunter Frank Quilitzsch kurz vor seiner Lesung in der Buchhandlung Hugendubel (Foto: viadata).

Mit seiner Kolumne "Rote Liste" traf der TLZ-Kulturredakteur Frank Quilitzsch ins Schwarze: Aus ihr sind insgesamt drei Bücher und ein Hörbuch, wunderbar eingelesen von Iris Berben und Thomas Thieme, entstanden. Ein Erfolg, mit dem Frank Quilitzsch nicht unbedingt gerechnet hat, als er anfing, sich mit den Dingen unserer Alltagswelt zu beschäftigen, die es schon gar nicht mehr gibt oder die langsam aber sicher aussterben. Füllfederhalter und Teppichklopfer fanden Aufnahme in die "Rote Liste", die Schaffnertasche, die das Kind Frank Quilitzsch unheimlich faszinierte, oder der Liebesbrief und die Glühbirne. Etwa 150 Gegenstände sind es dann schließlich geworden, denen Frank Quilitzsch liebevoll ein kleines Denkmal gesetzt hat.

Gestern abend stellte er einige davon bei der "Frühlingslese" in der Buchhandlung Hugendubel vor. Anlass war das Erscheinen des dritten und letzten Bandes: "Noch mehr Dinge, die wir vermissen". Dass nun Schluss ist mit diesen schönen Geschichten, düften so mancher Leser und so manche Leserin bedauern, aber: "Ein jegliches hat seine Zeit, die Dinge, die meine Generation geprägt haben, sind auserzählt", so Frank Quilitzsch im Interview mit seiner Zeitung, der Thüringischen Landeszeitung.

Seine Generation - die Generation Schallplatte und Schreibmaschine - war es dann auch, die sich sehr zahlreich zur Lesung einfand und mit viel Vergnügen, Schmunzeln, lautem Lachen und Wiedererkennen Lesung und lockerem Erzählen folgte. Gleich mit dem ersten Text über das Poesiealbum (gesprochen: Pösialbum!) hatte Frank Quilitzsch das Publikum auf seiner Seite, und es verlangte ihm am Ende drei Zugaben ab, die er bereitwillig gab.

Dass manche der Dinge, die wir vermissen, auch wieder eine Renaissance erleben - man denke an die Vinyl-Schallplatte -, ist die Ausnahme, die die oben schon zitierte Lebensweisheit bestätigt: Ein jegliches hat seine Zeit.

Es war ein sehr schöner, heiterer Abend mit Frank Quilitzsch, und wir sind gespannt, ob von ihm bald eine neue Kolumne folgt, aus der dann wieder Bücher und Hörbücher entstehen. Zu hoffen wäre es.

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