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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Sept. 18 2020

Sophie Kirchner verlässt nach ihrem FSJ-Kultur die Erfurter Herbstlese

Sophies (nicht ganz) letzte Worte

Sophie Kirchner blickt auf ein ereignisreiches FSJ bei der Erfurter Herbstlese zurück (Foto: Kathleen Kröger)
Sophie Kirchner blickt auf ein ereignisreiches FSJ bei der Erfurter Herbstlese zurück (Foto: Kathleen Kröger)

Seit einigen Jahren ist der Verein „Erfurter Herbstlese“ auch Einsatzort für junge Leute, die bei uns ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur, kurz FSJ-Kultur, absolvieren. Im Jahrgang 2019/2020 gehörte Sophie Kirchner dazu, die in den vergangenen zwölf Monaten tatkräftig bei den Veranstaltungsvorbereitungen half und einem Buchklub neues Leben einhauchte. Nun beginnt ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin, für die wir ihr nur das Beste wünschen. Doch vorher baten wir Sophie noch zu einem Abschiedsgespräch.

Sophie, Du hast sehr viele Veranstaltungen an der Abendkasse betreut und warst auch fast immer mit im Publikum. Welche Lesung wird Dir am meisten in Erinnerung bleiben?

Oh, das ist sehr schwer zu entscheiden. Jan Weiler ist sehr weit oben. Aber auch die „Warrior Cats"-Lesung behalte ich im Gedächntis, weil ich diese Reihe mit meiner Kindheit verbinde und die Veranstaltung selbst anmoderieren durfte. Und Arno Strobel! Sein Abend mit dem Buch „Offline" fand ich sehr interessant, und es hat mich total beeindruckt, wie sympathisch er war, weil man das von einem Autor von Psychothrillern nicht als erstes erwartet.

Das ist ja mehr als einer.

Ja, und ich hab auch noch Rufus Beck vergessen. Der gehört natürlich auch in meine Top-Vier.

Wir haben Dich vor einem Jahr gefragt, welcher Raum Dir im Kultur: Haus Dacheröden am besten gefällt. Damals, so ganz am Anfang Deines FSJ, warst Du Dir noch nicht sicher. Was würdest Du heute sagen?

Lustigerweise gefallen mir die Geschäftsstelle und das Café am besten. Auch wenn das vielleicht nicht die tollsten Räume beim Kriterium „Schönheit" sind. Aber da fühle ich mich einfach irgendwie am wohlsten. Da habe ich ja auch immer wieder Zeit verbracht, so sind mir diese beiden Räume auch am vertrautesten.

Und wenn es um die Optik geht?

Dann auf alle Fälle das Buchasyl. Weil ich Bücher so sehr liebe und das Buchasyl einfach ein riesiger Raum ist, in dem die ganzen Wände mit Büchern bedeckt sind.

Welches Projekt hast Du bei uns verwirklicht?

Ich habe mich zusammen mit Eli, dem FSJler vom Kultur: Haus Dacheröden, um die Wiederauferstehung eines Buchklubs für junge Menschen bemüht. Das hat auch geklappt und wir sind unter dem Namen „Bookclub" an den Start gegangen. Dann kam leider Corona dazwischen, sodass wir uns nicht so oft treffen konnten. Aber dafür haben wir einen Film und einen Podcast gemacht, um das Projekt trotzdem weiter voranzubringen.

Was machst Du nach Deinem FSJ?

Ich hatte ja sehr zwischen einer Ausbildung zur Kostümschneiderin und einer Ausbildung zur Physiotherapeutin geschwankt. Im Laufe der Zeit habe ich mich dann immer mehr Richtung Physiotherapie bewegt, sodass ich ab Oktober gemeinsam mit meiner Schwester diesen Weg einschlagen werde.

Was nimmst Du noch aus Deiner Zeit bei uns mit?

Ich habe ja schon immer sehr gern gelesen und durfte hier einige meiner Idole persönlich treffen. Aber ich habe hier auch viele Autoren und Künstler getroffen, die ich vorher noch gar nicht kannte und die mich dann total begeistert haben. Also ich habe hier nicht nur viel über Kultur- und Veranstaltungsmanagement gelernt, sondern auch einfach ganz neue Erfahrungen in der Literatur gemacht.

Wir lieben Dich ja für Deine ausgefallenen Frisuren und Haarfarben, die Du oft wechselst und die Dir alle gut stehen. Als Du bei uns angefangen hast, waren Deine Haare dunkelrot, jetzt bist Du fast platinblond - was kommt als Nächstes?

Das ist schwer zu sagen. Ich möchte schon länger Dreads, aber das wird noch einige Zeit brauchen. Dafür müssen meine Haare erstmal bis ungefähr Hüfthöhe wachsen. Farblich würde ich mal neongrün ausprobieren. Aber lila hatte ich zum Beispiel auch noch nicht.

Du wirst uns doch aber hoffentlich mal wieder beehren?

Auf jeden Fall! Ich möchte in den Helferkreis eintreten und nicht nur zu Lesungen kommen, sondern die Herbstlese auch in der Arbeit weiter unterstützen. Ich konnte auch schon meine Mutter dafür begeistern, die wahrscheinlich auch mitmachen möchte.

Dann gibt es ja auf alle Fälle ein Wiedersehen!

Genau!


Liebe Sophie, herzlichen Dank für das schöne Jahr mit dir! Und bis die Tage!

 

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