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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
März 31 2021

Literarische Mittagspause mit Thorsten Nagelschmidt und Katja Kemnitz

Der Sound der Nachtarbeit

Katja Kemnitz spricht via Internet mit Thorsten Nagelschmidt über dessen Buch „Arbeit“.
Katja Kemnitz spricht via Internet mit Thorsten Nagelschmidt über dessen Buch „Arbeit“.

Die „Literarische Mittagspause“ der Erfurter Herbstlese geht in ihre dritte Runde. Dieses Mal ist Thorsten Nagelschmidt per Internet in das Kultur: Haus Dacheröden zugeschaltet. Dort hat nicht wie bei den ersten beiden Folgen Monika Rettig, sondern Katja Kemnitz Platz genommen. Sie spricht mit ihm über sein Buch „Arbeit“. Das ist zwar schon –  ausgerechnet – am 1. Mai 2020 erschienen, doch wie so vielen Erstveröffentlichungen des vergangenen Jahres vermieste die Pandemie auch dieser Neuerscheinung die ihr angemessene und auch verdiente Aufnahme durch die interessierte Öffentlichkeit. Genau für solche Büche macht sich die Herbstlese zusammen mit vielen andere Partnern mit der Aktion „Zweiter Frühling“ stark.

Nagelschmidt versteht es virtuos seine immerhin 13 Protagonistinnen und Helden durch eine Berliner Nacht zu begleiten. Ihre Wege kreuzen sich manchmal. Es sind keine Partypeople, wie man zu dieser Stunde vielleicht erwarten könnte, sondern jene, „die den Laden am Laufen halten“: der Taxifahrer oder die Pizzabotin, Polizisten und Rettungssanitäter, eine Pfandflaschen sammelnde Buchhändlerin, die Frau, die ein Hostel- und einen Späti betreibt und dazu noch ein Türsteher und ein Drogendealer.

In der Literarischen Mittagspause dreht sich das Gespräch auch um diese erstaunlich umfangreiche Personage und wie bei der Lektüre dennoch nicht der Überblick flöten geht. Wie war das so bei der Recherche, will Katja Kemnitz wissen. Wie spricht man denn einen Drogendealer an, wenn man gar nichts kaufen will? Die oft ziemlich prekäre Situation der Handelnden ist für Sie beim Lesen ganz nah, weil Nagelschmidt für jede(n) einen eigenen Sound gefunden hat.

Dass ihm das so unangestrengt gelingt, hat aus der Sicht von Katja Kemnitz bestimmt etwas mit seinen musikalischen Wurzeln als Sänger und Texter von „Muff Potter“ zu tun. „Man findet sich“, so ihr Fazit, „am Ende des Buches wie nach einer durchwachten Nacht wieder: völlig fertig, aber überwältigt von all dem Erlebten.“

Autor Nagelschmidt war bereits 2018 zur Frühlingslese mit „Der Abfall der Herzen“, seinem ersten Roman bei S. Fischer, in Erfurt zu Gast. Seitdem veröffentlicht er allerdings nicht mehr unter seinem Künstlernamen „Nagel“. „Arbeit“ ist sein fünftes Buch. Ganz sicher findet er, wenn die Wege erst frei und die Säle für das Publikum geöffnet sind, auch wieder in die Thüringer Landeshauptstadt. Nicht nur Katja Kemnitz würde das ganz sicher freuen.

Vier Folgen der „Literarischen Mittagspause“ sind bisher geplant. Sie werden jeweils um 12.30 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Herbstlese "Caroline TV" sowie bei Spotify (Erfurter Herbstlese) veröffentlicht. Über den Link bei den Terminen gelangen Sie zu unserem langjährigen Partner Hugendubel. Dort können Sie bei Bedarf die vorgeschlagenen Bücher direkt bestellen. 
 


Thorsten Nagelschmidt im Gespräch mit Katja Kemnitz

„Arbeit“
S. Fischer, gebunden, 333 Seiten 
ISBN: 3103974116, 18,99 Euro


Spotify     YouTube

 

 

 


geplant am 14. April
Margarete von Schwarzkopf im Gespräch mit Monika Rettig


„Der Meister und der Mörder“
Emons Verlag, kartoniert, 336 Seiten
ISBN: 3740809582, 9,49 Euro

Spotify    YouTube



 


Bereits am 24. Februar veröffentlicht:
Iris Wolff im Gespräch mit Monika Rettig

„Die Unschärfe der Welt“
Klett-Cotta Verlag, gebunden, 213 Seiten
ISBN: 3608983260, 15,99 Euro
 


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Bereits am 17. März veröffentlicht:
Zoë Beck im Gespräch mit Monika Rettig

„Paradise City“
Suhrkamp Verlag, Taschenbuch, 280 Seiten
ISBN: 3518470558, 10,00 Euro

Nach Auslaufen der Rechte steht diese Folge nicht mehr
bei Spotify und Youtube zur Verfügung.

 

 

 

 

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