Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Feb. 14 2017

Gesamtprogramm der Thüringer Frühlingslese 2017 vorgestellt

52 Lesungen in elf Thüringer Städten

Auch 2017 erwartet das Frühlingslese-Publikum ein breites Spektrum an Lesungen.
Auch 2017 erwartet das Frühlingslese-Publikum ein breites Spektrum an Lesungen.

Die Frühlingslese, die kleine Schwester der Herbstlese, hat es nicht eben leicht, sich im innerfamiliären Wettbewerb zu behaupten. Nicht, dass das Frühjahr mit weniger bekannten Autoren oder nur mäßig interessanten Neuerscheinungen aufwarten würde, doch tut sich das Publikum zu Beginn des Jahres deutlich schwerer als an dessen Ende. Aber: Jammern hat noch nie geholfen. Herbstlese-Programmchefin Monika Rettig konnte auch für die neue Saison ein schönes Programm für Erfurt zusammenstellen. Mit dem Diary-Slam oder der Dacheröden-Neueröffnung bietet der Frühling sogar Angebote, die der Herbst gar nicht kennt. Im Zusammenspiel mit den anderen Thüringer Städten, die sich an der Frühlingslese beteiligen, ist ein attraktives Gesamtprogramm entstanden. Mit 52 Veranstaltungen startet die Thüringer Frühlingslese am Donnerstag  in ihre elfte Saison. Neben Erfurt sind u.a. Arnstadt, Gera, Gotha, Ilmenau, Meiningen und Nordhausen dabei, die mit ihren eigenen Veranstaltungen das Programm bereichern. So erwartet Gotha etwa Stefan Schwarz und Axel Hacke, in Nordhausen sind Walter Plathe und Friedrich Schorlemmer zu erleben und der Stadt Meiningen ist es gelungen, Donna Leon und die Darstellerin der schönen Signorina Elettra Zorzi in den Brunetti-Verfilmungen, Annett Renneberg, zu gewinnen.

Neben aktuellen Neuerscheinungen setzt sich die Lesereihe auch mit dem Reformationsjubiläum auseinander, sagte Monika Rettig bei der Vorstellung des Gesamtprogramms. So stellen die Schwestern Claudia und Nadja Beinert ihren neuen Roman „Die Mutter des Satans“ gleich sechsmal vor. Der ungewöhnliche Blick auf Martin Luther ist dabei auch an historischen Orten – dem Augustinerkloster in Erfurt und in der nach dem Reformator benannten Kirche im Luther-Stammort Möhra bei Eisenach – zu erleben.

Bereits ausverkauft ist der Abend mit Linken-Spitzenpolitiker Gregor Gysi und EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann. Sie stellen das Gesprächsbuch „Die Welt verändern. Was uns der Glaube heute zu sagen hat“ vor, das Käßmann zusammen mit dem EKD-Vorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zum 500. Jahrestag des Wittenberger Thesenanschlags Luthers herausgegeben hat. Hier heißt es, sein Glück mit der Warteliste zu versuchen,

Zu den Höhepunkten der Frühlingslese zählt sicher der Auftritt von Matthias Brandt und Jens Thomas im Theater Erfurt. „LIFE –Raumpatrouille & Memory Boy“ aus der Feder des Schauspielers und Kanzler-Sohns und unterstützt von der Musik seines langjährigen Freundes und Bühnenpartners ist vor allem eine Reise in den Kosmos der eigenen Kindheit.

Weitere Autoren gehören wie Christoph Dieckmann oder Sabine Ebert zu den guten Bekannten von Herbst- wie Frühlingslese. Dazu werden Andreas Altmann, Saša Stanišić und „Kuno“ von der legendären Renft-Combo erwartet; nicht zu vergessen der deutsch-französische Publizist und Soziologe Alfred Grosser.

Eingebettet in dieses Programm öffnet zum Welttag des Buches am 23. April auch das Haus Dacheröden in Erfurt seine Pforten neu. Zwei Wochen lang will der Herbstlese-Verein, der das historische Haus am Anger zu Jahresbeginn übernommen hat, zeigen, was die Erfurter und die Gäste der Stadt künftig erwarten dürfen.

Noch arbeitet der Verein an einigen Überraschungen, die im März auf einer Extra-Pressekonferenz vorgestellt werden sollen. Mit Thomas Manns Enkelsohn Frido und dessen Ehefrau Christine, der Tochter des Physikers Werner Heisenberg, verriet Monika Rettig aber schon die ersten Gäste. Zudem darf sich das Publikum auf Christoph Hein und Erfurts Stadtschreiberin Luo Lingyuan freuen. Letztere bekommt dann auch aus den Händen von Oberbürgermeister Andreas Bausewein ihre offizielle Ernennungsurkunde.

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