Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Sept. 28 2015

Wolgast-Preis der GEW im Haus Dacheröden übergeben

Ehrung für zwei Franzosen

Lesung aus "Das Gespenst des Karl Marx" mit Heike Meyer-Krötzsch
Lesung aus "Das Gespenst des Karl Marx" mit Heike Meyer-Krötzsch

Kinder- und Jugendbücher zählen traditionell zum Programm der Erfurter Herbstlese. Sicher wurden im Rahmen des Festivals auch schon einige ausgezeichnete Bücher und ihre Autoren vorgestellt, doch eine Auszeichnung im Rahmen der Herbstlese war noch nicht Teil des literarischen Angebots.

Zur Premiere hatte sich Programmchefin Monika Rettig mit der Kinder- und Jugendbibliothek zusammengetan. Damit die Feier nicht zu steif ausfiel, kamen auch immer wieder junge Leute zu Wort: Zunächst als Schauspieler (von der „Schotte“), später als Rezensenten des prämierten Buches.

Dessen Autoren, Ronan de Calan, der „Das Gespenst des Karl Marx“ geschrieben hat, und sein Illustrator Donatien Mary, hatten den Weg von Paris nach Erfurt genommen. In ihrem Buch beschreiben sie die Politisierung des Philosophen bis hin zu dem Schwur, „sein Leben darauf zu verwenden, auf den Umsturz aller Verhältnisse hinzuarbeiten, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“

Es geht in dem Buch um Waren und Gebrauchswert, um Produktion und Fabriken, den Markt und das Kapital. Komplizierte Dinge, die de Calan so aufgeschrieben hat, dass sich ihre Zusammenhänge einem jungen Publikum erschließen. In der Laudation für den Preis heißt es: „Es ist an der Zeit, den Mythos vom Markt und seiner vermeintlich heilsstiftenden ,unsichtbaren Hand‘ zumindest zu hinterfragen.“

Aber weiter heißt es auch „Kann man, darf man Kindern überhaupt ein solches Buch zumuten?“ Die Jury antwortete mit einem klaren Ja. Und die beiden Schülerinnen, die auf Deutsch und auf Französisch ihre Eindrücke schildern, meinen das ebenso.

So ist es den beiden Parisern zum Ende hin vorbehalten, sich für die Lesung – den Text trug die die Weimarer Schauspielerin Heike Meyer-Krötzsch engagiert vor – und den Preis zu bedanken. Dazu brechen sie noch eine Lanze für Karl Marx; dessen Texte, so de Calan, seien doch ganz oft ganz lustig zu lesen.

Verleihung Wolgast-Preis

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