Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Dez. 08 2015

Zu den 64 Veranstaltungen der 19. Auflage der Erfurter Herbstlese kamen 16 400 Gäste

Ein neuer Besucherrekord

Eine von vielen ausverkauften Veranstaltungen: Gregor Weber im Haus Dacheröden
Eine von vielen ausverkauften Veranstaltungen: Gregor Weber im Haus Dacheröden

Nach gut elf Wochen ist die Erfurter Herbstlese mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. Zu den insgesamt 64 Veranstaltungen kamen bei der 19. Auflage des Literatur-Festivals 16 400 Besucher; das entspricht einem Mittel von 250. Viele der Abende waren wie die sechs im Theater ausverkauft; allein hier konnten fast 5000 Gäste begrüßt werden. Großen Zuspruchs erfreuten sich aber auch die Lesungen im Atrium der Stadtwerke, dem Hauptsponsor der Erfurter Herbstlese.

„Wir freuen uns natürlich über diesen großartigen Zuspruch“, sagt Herbstlese-Vereinsvorsitzender Dirk Löhr. Die erfreuliche Resonanz sei vor allem auf die Güte des Programms zurückzuführen, das von Monika Rettig inzwischen zum vierten Mal verantwortet wurde. Dabei ist man sich sehr bewusst, dass viele der Gäste Wiederholungstäter sind. Als am Sonntag beim Finale mit Denis Scheck gefragt wird, wer nicht zum ersten Mal bei der Herbstlese 2015 ist, bleibt faktisch kein Arm im Publikum unten. „Dieser Moment im Theater war schon sehr bewegend“, gibt sich Dirk Löhr auch noch zwei Tage später schwer beeindruckt. Noch emotionaler und bewegender war indes die Schweigeminute des Publikums im Kaisersaal nach den Anschlägen von Paris, ergänzt Monika Rettig. 

Das Programm setzt aber nicht nur auf große literarische Namen und eine gewisse Promi-Dichte, sondern bietet auch dem Nachwuchs eine Chance. Bestes Beispiel dafür sind die Spätlese mit jungen Thüringer Autoren, der von Monika Rettig ins Leben gerufene Debütanten-Salon sowie der bereits 10. Erfurter Highslammer. Angebote für Kinder und Familien und das Krimi- und Thriller-Segment rundeten das Angebot ab.

Letztere Lesungen wurden zum ersten Mal von der Zentralklinik Bad Berka präsentiert. Das Motto dieser acht Abende „Spannung bis der Arzt kommt“ wurde zum Glück nur einmal wahr. Dabei lag es nicht an der der schlechten Literatur, dass der Betroffene einen Schwächeanfall erlitt. Zudem konnte ihm Dank eines Mediziners im Publikum schnell geholfen werden. Wie die anderen langjährigen Partner des Festivals – allen voran die Stadtwerke Erfurt Gruppe, das Hotel Krämerbrücke und die Buchhandlung Hugendubel sowie die Medienpartner TA, TLZ und MDR Thüringen ­– hat auch die Zentralklinik eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Herbstlese angekündigt.

Traditionell fanden auch einige Lesungen in Kooperation mit Stiftungen und Bildungswerken statt. Nicht zuletzt ihr Engagement führte bei aller Unterhaltung zu einer deutlich politischen Ausrichtung des Programms, die im diesjährigen Motto „Alles hat seine Grenzen?“ bereits deutlich anklingt. Stellvertretend dafür seien die Lesungen mit Jenny Erpenbeck und Ahmad Mansour genannt.

„Eine der schwierigsten Fragen bei der Vorstellung des Programms ist die nach den Lesungen, auf die wir uns am meisten freuen. Noch schwieriger ist aber wohl die, welche Veranstaltungen uns am besten gefielen“, meint Monika Rettig. Sie entscheidet sich einigermaßen schweren Herzens für die musikalische Lesung mit Matthias Brandt und Jens Thomas sowie den Abend mit Hans Joachim Schädlich. Viel Freude bereiteten ihr aber auch die vorgestellten Kinderbücher „Cowboy Klaus“ oder „Das Kaff der guten Hoffnung“. Dirk Löhr entscheidet sich für Gregor Weber und einen Promi: Hape Kerkeling.

Natürlich soll die Herbstlese im kommenden Jahr an den Erfolg ihrer Vorgängerin anknüpfen. Schließlich steht 2016 die 20. Auflage des Festivals an. Die Vorbereitungen dazu haben bereits begonnen. Aber verraten wird noch nichts. Vorher lädt die Herbstlese ja auch noch zu deren kleinen Schwester, der Frühlingslese, ein. Tickets für die ersten neun Veranstaltungen sind ab Donnerstag, den 10. Dezember, zu haben. Die eine oder andere Karte eignet sich ganz bestimmt als ein schönes Weihnachtsgeschenk, sind sich Monika Rettig und Dirk Löhr sicher.

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