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Erfurter Herbstlese
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Feb. 17 2020

Der frühere Moskauer ARD-Korrspondent Udo Lielischkies spricht über Russland

Ex oriente lux?

Zum Auftakt der neuen Reihe wird der frühere Moskauer ARD-Korrspondent Udo Lielischkies erwartet
Zum Auftakt der neuen Reihe wird der frühere Moskauer ARD-Korrspondent Udo Lielischkies erwartet

„Ex oriente lux“ – aus dem Osten kommt das Licht. Was unbestreitbar für den Sonnenaufgang gilt, bekam mit der Verbreitung des Christentums eine ganz eigene Bedeutung. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts stand der Begriff für die tiefgreifenden Veränderungen im Osten; für aufmüpfige Gewerkschafter in Polen oder Moskauer Generalsekretäre, die Glasnost und Perestroika in die deutsche Sprache einbrachten. Ohne diesen Aufbruch hätte es wohl keine Montagsdemos, keine friedliche Revolution und keine Wiedervereinigung gegeben.

Die Dankbarkeit der (Ost-)Deutschen, sieht man von einer verklärenden Verehrung für Michail Gorbatschow ab, hält sich in engen Grenzen. Mehr noch, das Schicksal der Nachbarn im Osten interessiert nur noch wenige Menschen. Zu Unrecht, meint das Kultur: Haus Dacheröden. Es bietet in den kommenden Wochen eine neue Veranstaltungsreihe. Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen wollen am Beispiel der sechs Länder Russland, Polen, Rumänien, Ungarn, Tschechien, Armenien ein Osteuropa zeigen, dass reich an Geschichte und Kultur ist.  

Zum Auftakt wird am Erfurter Anger Udo Lielischkies erwartet. Er stellt am 19. Februar sein Buch „Im Schatten des Kreml - Unterwegs in Putins Russland“ vor.

Seit Wladimir Putin 1999 an die Macht kam, berichtete der 66-jährige Journalist für die ARD aus dem riesigen Land. In seinem Buch schreibt er über die Politik des Kreml, das Leben in der atemlosen Metropole Moskau, vor allem aber ‒ und das mit ganz viel Empathie ‒ über beeindruckende Menschen in den Weiten der russischen Provinz. So trifft er für seine Leser den kämpferischen Landarzt im Ural oder den todesmutigen Reporter in Togliatti. Er spricht mit Bauern im südlichen Krasnodar, denen Agrarkonzerne die Ernte stehlen, und den gefangenen Soldaten im Tschetschenienkrieg. So gelingt ihm ein authentischer Blick auf das heutige Russland.

Udo Lelischkies liest aus seinem Buch „Im Schatten des Kreml - Unterwegs in Putins Russland“. Am Mittwoch, den 19. Februar um 19 Uhr im Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37.

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