Erfurter Herbstlese

Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Okt. 31 2016

Eine zündende Show: Andreas Korn-Müller alias Magic Andy fackelt nicht lange

Leuchtendes Waschpulver und strahlende Kinderaugen

Chemie ist, wenn es knallt und stinkt? Das war gestern. Heute leuchtet die Wissenschaft - zumindest, wenn Magic Andy sie präsentiert.
Chemie ist, wenn es knallt und stinkt? Das war gestern. Heute leuchtet die Wissenschaft - zumindest, wenn Magic Andy sie präsentiert.

Von Linnea Müller (*)

Kind zu sein hat – auch wenn der Nachwuchs das oft selbst nicht so sieht – einige Vorteile. Zum Beispiel kann man die Großen den lieben langen Tag mit Fragen der Art „Warum ist der Himmel blau“ nerven. Dummerweise erlischt dann irgendwie die juvenile Neugier, ehe die Kleinen selbst Eltern sind. Dann ist guter Rat teuer. Zum Glück gibt es ja aber im Fernsehen „Wissen macht ah!“ oder „Die Sendung mit der Maus“. Im richtigen Leben hilft auch die Herbstlese, wenn sie Experten wie Andreas Korn-Müller alias Magic Andy einlädt. Dann ist spannende Unterhaltung für Mini-Einsteins wie ältere Semester angesagt.

„Wer möchte mir helfen?“ 40 Arme strecken sich in die Luft und versuchen den Arm des Sitznachbarn um ein paar Millimeter zu übertreffen, damit Magic Andy, wie sich der Kinderbuchautor Andreas Korn-Müller nennt, einen zu sich als Assistenten nach vorne holt. 

Vor einem vollen Hörsaal an der Universität Erfurt erklärte Andreas Korn-Müller mit vielen Experimenten nützliche Dinge über den menschlichen Körper. Das nicht ohne Grund, denn schließlich ist er nach Erfurt gekommen, um sein Buch „Was dein Körper alles kann“ vorzustellen, das Petra Eimer liebevoll illustriert hat. Ganze zwei Stunden unterhält der Wissenschafts-Comedian sein Publikum mit Feuerspucken, leuchtendem Blut, einem wachsenden Gummihandschuh und noch viel mehr. 

Unermüdlich halten die Kinder bis zum Schluss aus, sie sind sofort dabei, wenn Magic Andy für seine Experimente Assistenten sucht -  vor allem, weil meistens dabei etwas Leckeres für sie herausspringt. Am glücklichsten ist wohl ein Junge, der ein Glas mit dem leuchtenden Waschmittel ergattern konnte.

Denn nachdem Andreas Korn-Müller eindrucksvoll zeigt, dass Blut leuchtet und man so an Tatorten die vermeintlich weggeputzten Blutspritzer doch noch sichtbar machen kann, demonstriert er, dass man mit ein paar Tricks sein Waschpulver zu Hause auch zum Leuchten bringen kann. Dafür braucht es nur Vollwaschmittel, Blutlaugensalz und Luminol. 

Wie, Sie wissen nicht, wo man Blutlaugensalz herbekommt? Kein Problem für Magic Andy! Obwohl alle Zutaten des leuchtenden Waschpulvers in der Apotheke zu haben sind, führt so ein Einkauf doch immer wieder zu Verwirrungen. Deshalb hat Magic Andy vorgesorgt. Nach der Show gibt es Gläser mit fertig gemischtem Leuchtpulver zu kaufen. 

Sogar nach zwei Stunden Zuhören in einem Hörsaal, wo so mancher Studenten oft schnell das Weite sucht, drängen sich die meisten Kinder noch dicht um den Büchertisch von Hugendubel - und den Tisch mit dem Leuchtpulver. Auch die Schlange zum Signieren will kein Ende nehmen. 

So wird wohl der ein oder andere Vater (oder auch Mutter oder am besten gleich die ganze Familie) beim Abendbrot das Licht dimmen müssen, um staunend ansehen zu dürfen, was man mit Waschpulver alles machen kann.

(*) Linnea Müller absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur bei der Erfurter Herbstlese. 

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