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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Jan. 10 2022

Die neuen FSJlerinnen bei der Herbstlese im Gespräch

Willkommen Nora & Hannah

Seit September 2021 sind Nora Kralik und Hannah Hartmann bei der Herbstlese im Haus Dacheröden
Seit September 2021 sind Nora Kralik und Hannah Hartmann bei der Herbstlese im Haus Dacheröden

Die Erfurter Herbstlese im Kultur: Haus Dacheröden hat wieder zwei neue FSJlerinnen. Passend zur Halbzeit vom Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur sprechen wir mit Nora Kralik und Hannah Luise Hartmann über ihre Erfahrungen, Aufgaben und natürlich darüber, welche Stars sie bereits getroffen haben...

Nora und Hannah, Ihr kommt gerade aus dem Weihnachtsurlaub. Kamen die freien Tage nach den ersten Monaten bei der Herbstlese und im Kultur: Haus Dacheröden noch rechtzeitig?

Nora: Sie kamen genau richtig. Die ersten Wochen waren doch nicht ganz ohne. Gerade die vielen Abende beim Festival waren ziemlich anstrengend, weil viele davon an einem Stück kamen. Aber es war auch sehr aufregend. Jetzt sind die Akkus wieder voll.

Hannah: Im Haus war es nicht ganz so stressig. Während der Herbstlese finden viele Veranstaltungen ja außerhalb statt - im Atrium der Stadtwerke, im Theater oder bei Hugendubel am Anger.

Du hast Dich gelangweilt?

Hannah: Das eher nicht. Es gab ja trotzdem viele Aufgaben – in der Geschäftsstelle oder am Telefon, wenn etwa die Gäste über Terminänderungen informiert werden müssen. Ich habe Plakate gestaltet, gerahmt und aufgehängt oder war an der Vorbereitung von Ausstellungen beteiligt. Es gab immer gut zu tun.

Ihr habt im September beide ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur bei uns begonnen. Hattet Ihr es Euch so vorgestellt?

Nora: Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Ich war erstaunt, in wie viele Aufgabengebiete ich gleich miteinbezogen wurde und dass ich von Anfang an sehr selbstständig arbeiten durfte.

Hannah: Ich hatte es mir auch etwas anders vorgestellt. Die Verantwortung, die wir hier tragen, hat mich zunächst überrascht. Das Vertrauen, was uns entgegengebracht wird, kannte ich – zum Beispiel aus der Schule – so nicht. Das ist manchmal anstrengend, spornt aber auch an. Mir gefällt es.

Nora: Zumal wir sagen können, wenn es auch einmal zu viel wird. Dann bekommen wir auch die nötige Unterstützung.

Wann habt Ihr denn gesagt, nö, das machen wir nicht?

Hannah: Wir sollten schon eine Veranstaltung anmoderieren, also die Gäste bei einer Lesung begrüßen, aber das kam vielleicht etwas zu früh.

Aus Angst vor den Stars?

Nora: Klar, aber vor dem Publikum habe ich auch Respekt. Ich habe einfach Angst zu vergessen, was ich eigentlich sagen wollte. Aber ich kann ja mit einer Kinderveranstaltung beginnen, da geht es doch etwas lockerer zu.

Dennoch hattet Ihr schon ersten Star-Kontakt, oder?

Hannah: Bei mir hält sich das noch in Grenzen.  Aber immerhin, Winfried Glatzeder hat in einer meiner Lieblings-Netflix-Serien „Dark“ mitgespielt. Ihm bin ich kurz begegnet.

Nora: Da hatte ich etwas mehr Glück. Ich war schon an meinem ersten Abend nach der Veranstaltung im Theater mit Konstantin Wecker und unserer Programmchefin Monika Rettig beim Italiener.

Und worüber habt Ihr gesprochen?

Nora. Er hat mich zu meinem FSJ befragt und von seinem Sohn erzählt, der gerade mit seinem Studium begonnen hat. Ich musste nur leider etwas früher weg zu meinem Zug.

Du kommst ja aus Saalfeld. Erzähl doch bitte kurz etwas von Dir.

Nora: Ich komme in der Tat aus Saalfeld. Dort habe ich auch mein Abitur gemacht. Danach wusste ich nicht genau, wie es weitergehen soll. Durch Zufall kam ich dann zum FSJ. Ich war bei „Pot-pour-Art“, eine Art „Open Mic“, die von einer FSJlerin als eigenes Projekt organisiert worden war. Sie hat auch moderiert. Das hat mich beeindruckt und neugierig gemacht. Sie hat mir ein Soziales Jahr Kultur dann sehr ans Herz gelegt.

Und wie war es bei Dir, Hannah?

Hannah: Meine Eltern haben mich auf die Möglichkeit eines FSJ Kultur hingewiesen, weil beider Arbeit ein wenig davon berührt wird. Meine Mama hat mir dann den entscheidenden Tipp gegeben.

Und vorher?

Hannah: Ich habe in Erfurt mein Abitur gemacht. Ich dachte mir: So ein Jahr in Praxis, nach der eintönigen Schulzeit, ist doch gut, um sich weiterzuentwickeln.

Wisst Ihr denn schon, was Ihr nach dem FSJ machen wollt?

Nora: Ich bin noch bei der Selbstfindung. Es sollte schon in Richtung Journalismus und Kultur gehen.

Hannah: Ich würde gern in Jena Soziologie und Kulturmanagement studieren.

Bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Was habt Ihr in Erfurt noch vor?

Nora: Jetzt geht es ja, wenn Corona es erlaubt, bald wieder los mit Frühlingslese und Sommerbühne. Zudem haben wir ja auch noch unser eigenes Projekt in Planung.

Hannah: Wir wollen dabei Kunst und Literatur bei einer Ausstellung in Verbindung bringen. Aber da wird noch nichts verraten!

Da habt Ihr ja gut zu tun. Und wenn doch einmal freie Zeit bleibt, was dann?

Nora: Ich höre gern Musik und gehe viel auf Konzerte. Wenn ich Lust dazu habe – oder zu Weihnachten – spiele ich auch Flöte oder Klavier. Und natürlich lese ich auch viel; zuletzt von Benedict Wells „Hard Land“.

Hannah: Mit Instrumenten habe ich es nicht so; ich zeichne und male lieber. Außerdem gehe ich einmal die Woche in die Volkshochschule zum Italienisch-Kurs.

Die wichtigste Frage zum Schluss. Könnt Ihr uns weiterempfehlen?

Hannah und Nora: Na klar! 

 

FSJ Kultur bei der Erfurter Herbstlese oder im Kultur: Haus Dacheröden

Das Vermittlungsverfahren für das FSJ im Jahr 2022/23 beginnt zeitnah. Im Zeitraum vom 15.01.2022 bis 15.03.2022 können sich Jugendliche und Interessierte bei den Einsatzstellen ihrer Wahl anmelden. Auf der Webseite der LKJ Thüringen sind alle Informationen zum FSJ Kultur bei der Erfurter Herbstlese oder im Kultur: Haus Dacheröden. Eine Bewerbung kann ausschließlich über die LKJ entgegen genommen werden. Details zum Einsatzplatz gibt es hier.

7 gute Gründe für einen Freiwilligendienst

   1. Arbeitsalltag und verschiedene Berufe kennenlernen
   2. Sich ausprobieren und neu kennenlernen
   3. Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen
   4. Spannende Menschen treffen
   5. Neue Impulse geben
   6. Begleitende Angebote nutzen
   7. Denkanstöße für die persönliche Zukunftsplanung bekommen

 

 

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