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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
März 21 2019

Michail Schischkin und Fritz Pleitgen denken im Atrium der Stadtwerke über Russland und den Westen nach (Teil II)

Verpasste Chancen

Michail Schischkin gilt als einer der bekanntesten Gegenwartsautoren russischer Sprache. Er lebt inzwischen in der Schweiz.
Michail Schischkin gilt als einer der bekanntesten Gegenwartsautoren russischer Sprache. Er lebt inzwischen in der Schweiz.

Als wirklich gegensätzlich empfand TA-Redakteurin Elena Rauch die Positionen von Fritz Pleitgen und Michail Schischkin nicht. Ihr Buch "Frieden oder Krieg. Russland und der Westen – eine Annäherung" ist aus ihrer Sicht eine Bestandsaufnahmen der eigenen Reihen, stets kritisch, oft schonungslos, manchmal schmerzhaft. Für verklärte Außenblicke auf Mütterchen Russland eine harte Probe, schreibt Rauch und erkennt: Das kann man kontrovers nennen. Gnadenlos zeichne Schischkin ein Psychogramm der fatalistischen russischen Seele. Nicht weniger hart gehe Pleitgen mit „den Seinigen“ ins Gericht. 

März 20 2019

Michail Schischkin und Fritz Pleitgen denken im Atrium der Stadtwerke über Russland und den Westen nach (Teil I)

Die Möglichkeit oder Unmöglichkeit des Verstehens

Fritz Pleitgen gehört als früherer Korrespondent der ARD in Moskau zu den profiliertesten Kennern Russlands und seiner Menschen.
Fritz Pleitgen gehört als früherer Korrespondent der ARD in Moskau zu den profiliertesten Kennern Russlands und seiner Menschen.

Das Buch, über das Fritz Pleitgen und Michail Schischkin im Atrium der Erfurter Stadtwerke sprechen und abwechselnd lesen, heißt „Frieden oder Krieg“ und trägt die Unterzeile „Russland und der Westen - Eine Annäherung“. Ein „Buch über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit des Verstehens“ nennen es im Vorwort die Autoren selbst. Ein spannendes, gerade wegen der verschiedenen Temperamente unbedingt lesenswertes Buch nennt es Sergej Lochthofen, der souveräne Moderator eines Abends, der eigentlich keinen Moderator braucht. 

März 13 2019

Das Gastland der Leipziger Buchmesse ist auch in Erfurt präsent

Deutsch-tschechische Familiengeschichten

Die Autorinnen Alena Mornštajnová und Katerina Tučková mit Christina Frankenberg vom Tschechischen Zentrum Berlin und Tanja Krombach vom Deutschen Kulturforum östliches Europa sowie der Ausstellungsmacher Ralf Pasch.
Die Autorinnen Alena Mornštajnová und Katerina Tučková mit Christina Frankenberg vom Tschechischen Zentrum Berlin und Tanja Krombach vom Deutschen Kulturforum östliches Europa sowie der Ausstellungsmacher Ralf Pasch.

Die Geschichte Tschechiens und Deutschlands ist eng miteinander verbunden. Alena Mornštajnová und Kateřina Tučková widmen sich in ihren Büchern „Hana“ und „Gerta. Ein deutsches Mädchen“ Familiengeschichten, deren Protagonisten der Historie beiden Länder ausgesetzt sind, und verarbeiten auf literarische Weise diese Ost-West-Verbindungen im 20. Jahrhunderts. Beide stellten ihre Arbeiten jetzt bei der Frühlingslese vor. Die Ausstellung „Fünf Biographien erzählen 100 Jahre Geschichte“ führt in die deutsch-tschechische Geschichte der Familie Schalek ein.

März 12 2019

Klaus und Olivia Vieweg philosophieren über Kirk, Spock & Co.

„Entschuldigung … Wozu braucht Gott ein Raumschiff?“

Vater und Tochter Vieweg im Kultur: Haus Dacheröden.
Vater und Tochter Vieweg im Kultur: Haus Dacheröden.

Die originale TV-Serie „Star Trek“ startete1966. In 79 Episoden erforscht die Crew um Captain Kirk, Spock, Scotty mit ihrem Raumschiff Enterprise entfernte Galaxien. Doch es geht bei ihren Abenteuern nicht nur um Unterhaltung. Für den Jenaer Philosophen Klaus Vieweg steckt in der Serie noch viel mehr. Gemeinsam mit seiner Tochter, der Comic-Zeichnerin Olivia Vieweg, verfasste er ein Buch, das sich mit der philosophischen Tiefe von „Star Trek“ auseinandersetzt. Während der Frühlingslese stellte das Vater-Tochter-Duo das Buch jetzt vor.

März 08 2019

Musikalischer Lyrik-Abend zu „Verschiedene Ansichten: Böll und Grass“

„Wir kommen weit her…“

Safiye Can trug neben Bölls auch eigene Gedichte vor.
Safiye Can trug neben Bölls auch eigene Gedichte vor.

Am 8. Mai 1985 schreibt Heinrich Böll sein letztes Gedicht in das Poesiealbum seiner Enkelin Samay. Nur wenige Monate später veröffentlicht es seine Familie als Danksagung für die Beileidsbekundungen nach dem Tod des Nobelpreisträgers. Beim lyrisch-musikalischen Abend im Kultur: Haus Dacheröden im Rahmen der Ausstellung „Böll und Grass: Verschiedene Ansichten“ stellt es der Sprechsteller Martin Stiebert aus Jena an den Beginn seiner Rezitationen.  Der erste Vers „Wir kommen weit her“ dient gleichsam als Motto des Abends.
 

März 07 2019

Buchpremiere nach 45 Jahren - „Die zweite Frau“ von Günter Kunert

Geburtstagsgrüße von Erfurt nach Kaisborstel

Thorsten Ahrend (links) und Torsten Unger stellten „Die zweite Frau“ vor. Katrin Heinke las daraus.
Thorsten Ahrend (links) und Torsten Unger stellten „Die zweite Frau“ vor. Katrin Heinke las daraus.

Nach 45 Jahren fand Günter Kunert ein vergessenes Manuskript wieder. Der Roman „Die zweite Frau“ erschien pünktlich vor dem 90. Geburtstag des Schriftstellers. Ein satirisches Werk der tragikomischen Art. Es handelt vom Archäologen Barthold, der ein Geschenk zum 40. Geburtstag seiner Frau sucht, die er so wenig mag wie das Land, in dem er lebt. Ulbricht, Intershop, Stasi, ND als Klopapier: Dass eine drastische Zustandsbeschreibung der DDR nicht druckbar ist, war Kunert klar. Jetzt erreichte das Buch in der Reihe "Neu aufgeblättert" im Kultur: Haus Dacheröden doch noch seine Leser. 

Jan. 30 2019

Neues vom Dichterpaar: Erwin Berner und Angelika Neutschel lesen aus dem frühen Briefwechsel von Eva und Erwin Strittmatter

Ich und Ich

Angelika Neutschel stellte mit Erwin Berner den Briefwechsel der Strittmatters in Erfurt vor.
Angelika Neutschel stellte mit Erwin Berner den Briefwechsel der Strittmatters in Erfurt vor.

Auf seiner letzten großen Lesereise besuchte Erwin Strittmatter 1993 auch Erfurt. Die Veranstaltung war natürlich ausverkauft und die Schlange beim anschließenden Signieren von außerordentlicher Länge. Im Jahr darauf, am 31. Januar 1994, starb der Schriftsteller. Fast auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert später, das Jubiläum lässt grüßen, ist Strittmatter wieder präsent: Erwin Berner, der älteste Sohn des bekannten Dichterpaares Eva und Erwin Strittmatter, stellt den Briefwechsel seiner Eltern vor, den er mit Ingrid Kirschey-Feix im Strittmatter-Hausverlag Aufbau herausgegeben hat.

Jan. 29 2019

Ein Mal im Monat geht es um Fragen zu Recht, Ernährung, Energie und mehr

Verbraucherzentrale startet neue Vortragsreihe

Verbraucherzentrale startet neue Vortragsreihe
Verbraucherzentrale startet neue Vortragsreihe

Die Verbraucherzentrale startet am 30. Januar eine neue Vortragsreihe. Einmal im Monat lädt sie in das Kultur: Haus Dacheröden zu Themenabende rund um Fragen des privaten Konsums. Zum Auftakts spricht die Architektin und Energieberaterin Dorothea Galandi-Szabo über Ursachen, Risiken und Sanierungsmöglichkeiten bei Schimmel in Wohnräumen. „Die Bereitschaft der Verbraucherzentrale zur Kooperation schärft unser Profil als Bürgerhaus", freut man sich am Anger über das neue Angebot, das nicht nur zur Premiere kostenfrei zur Verfügung stehen soll.

Jan. 28 2019

Christina Links und Ingo Schulze stellen das unzensierte Blockadetagebuch von Granin und Adamowitsch vor

900 Tage Leiden in Leningrad

Christina Links und Ingo Schulze stand bei der Buchvorstellung in Erfurt TA-Redakteur Hanno Müller zur Seite.
Christina Links und Ingo Schulze stand bei der Buchvorstellung in Erfurt TA-Redakteur Hanno Müller zur Seite.

Bis heute ist die Geschichte der Blockade von Leningrad weniger bekannt als die Geschichte von Auschwitz oder Buchenwald. „Die Schuld Hitlers und der deutschen Wehrmacht an diesem monströsen Verbrechen mit einer Million Toten ist 75 Jahre nach Belagerungsende immer noch nicht im gesellschaftlichen Bewusstsein in Deutschland angekommen, sagte der Schriftsteller Ingo Schulze bei der Vorstellung des "Blockadetagebuchs" im Kultur: Haus Dacheröden.

Jan. 26 2019

Das Kultur: Haus Dacheröden rückt mit einer Themenwoche die »Weimarer Republik« in den Fokus

Literatur, Film, Musik

Auch ein Tanzabend mit Anleitung steht auf dem Programm.
Auch ein Tanzabend mit Anleitung steht auf dem Programm.

Vor 100 Jahren zogen die Abgeordneten der gerade gewählten Deutschen Nationalversammlung von Berlin nach Weimar um. Dort stritten sie im über eine Verfassung, die am 11. August 1919 angenommen wurde. Damit war das parlamentarische Zwischenspiel in der Mitte Deutschlands auch schon vorbei. Was blieb, war der Name. Das Kultur: Haus Dacheröden möchte mit einer Themenwoche Literatur, Film, Musik und Gesellschaft der »Weimarer Republik« in den Fokus rücken. Dazu gibt es eine Ausstellung, einen Tanzabend und einen Stummfilm mit Livemusik.

Über uns

Erfurter Herbstlese e.V. - Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Unser Literaturverein organisiert seit 1997 die Erfurter Herbstlese, die zu den großen literarischen Veranstaltungsreihen in Deutschland gehört. Es lebe die Erfurter Herbstlese!

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  • Mo-Fr: 12.00 - 17.00 Uhr
    Sa: 10.00 - 15.00 Uhr

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