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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
April 02 2022

Vorgestellt von Katharina Bucklitsch, Assistenz der Geschäftsführung

Marc-Uwe Kling & Astrid Henn: „Der Ostermann“

(c) Carlsen Verlag
(c) Carlsen Verlag

Wer tatsächlich Marc-Uwe Kling noch nicht in die humorige Ecke seines Herzens gelassen hat, kommt mit dem Ostermann keineswegs drum herum. Alles ist wohl bemerkt in witzig-klugen Reimen geschrieben. Da lachen bei weitem nicht nur die Kleinen. Losgegackert werden kann ab etwa vier Jahren, nach oben sind typisch für Marc-Uwe Kling keine Grenzen gesetzt. Wer Interesse bekommen hat, kann sich in Vorfreude auf Ostern auch den Termin am 20. April 16 Uhr merken. Da wird  „Der Ostermann" als Bilderbuchkino im Kultur: Haus Dacheröden gezeigt und vorgelesen. Eine feine und runde Sache.

März 01 2022

vorgestellt von Judith Blatt, Literaturwissenschaftlerin

Daniela Krien „Der Brand"

Daniela Krien „Der Brand" (c) Diogenes Verlag
Daniela Krien „Der Brand" (c) Diogenes Verlag

Inmitten einer vielleicht banal anmutenden Krise zwischen zwei Menschen wirft Daniela Krien immer wieder kritische Fragen auf und spürt dem Einfluss von Gesellschaft und Politik auf Bedürfnisse und Ängste mehrerer Generationen nach. Drei Wochen Uckermark – der Urlaub soll zeigen, ob die Beziehung zwischen Rahel und Peter zu retten ist. Sie hat Angst, ihn zu verlieren. Doch der Mann, in den sie sich vor dreißig Jahren verliebte, hat sich schon lange zurückgezogen, ist still, aber freundlich, manchmal zu freundlich. Also fahren sie auf den Hof, auf dem Rahel große Teile ihrer Kindheit verbracht hat.

Dez. 17 2021

Vorgestellt von Anke Engelmann, Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben

Ingrid Annel „Jonna im Labyrinth der Zeit"

Ingrid Annel „Jonna im Labyrinth der Zeit"
Ingrid Annel „Jonna im Labyrinth der Zeit"

In „Jonna im Labyrinth der Zeit" schickt Ingrid Annel einen Teenager ins Erfurt von 1512. Ausgerechnet das konfliktreiche Jahr zwischen Kindheit und Erwachsensein muss die Vierzehnjährige nun durchstehen:ohne Waschmaschine und Fernheizung, ohne Mama, Ben und ihre Freundinnen, ohne Internet, TikTok, WhatsApp und Instagram. Mit dem Selbstbewusstsein eines modernen Mädchens findet sie immer wieder Mittel und Wege, dem herrschenden Rollenbild zu entkommen. Die Handlung, märchenhaft, aber stets plausibel, fesselt, ohne grausam oder gruselig zu werden.

Feb. 24 2021

Vorgestellt von Anke Engelmann, Dozentin für Kreatives Schreiben

Ulrike Gramann „Meetchens Hochzeit"

Ulrike Gramann „Meetchens Hochzeit"
Ulrike Gramann „Meetchens Hochzeit"

In der Erzählung gibt die Literatur der Erzählerin Kraft, sich alten Verletzungen zu stellen. In einem Text aus dem 15. Jahrhundert entdeckt sie, „in der die Vergangenheit bohrt", die Geschichte von Meetchen. Von Gewalt gegen Frauen handelt sie und von Zorn, von weiblicher Stärke und Solidarität. Das Buch ist ein Fest für die Sinne: Die zarten Grafiken von Gudrun Tendrafilov strahlen eine dunkle Kraft und Energie aus. Papier, Schrift, Satz und sogar der Geruch: Alles stimmt. Ein wunderbares Buch, ansprechend und gut gemacht. Eines, das berührt und das man gern berührt.

Dez. 23 2020

Vorgestellt von Maja-Felicitas Kristan, Mitarbeiterin im Kultur: Haus Dacheröden

Timothée de Fombelle „Tobie Lolness“

Timothée de Fombelle „Tobie Lolness“
Timothée de Fombelle „Tobie Lolness“

Die Baumwelt, in die Tobie nach über zwei Jahren Exil zurückkehrt, ist von der Vernichtung bedroht - überall wuchern Moose und Flechten, Teile des Baumes sind bereits abgestorben. In diesem Jugendklassiker, einer der wenigen französischen, die auch ins Deutsche übersetzt wurden, erschafft Timothée de Fombelle eine einzigartige Welt, mit Farnenwäldern und Schluchten, mit tiefen Seen und Mooswiesen, die im Schatten von Stamm und Blättern verborgen sind. Mit viel Feingefühl weiß es de Fombelle die Abgründe und Verstrickungen einer Welt unter Zwang aufzuzeigen.

Dez. 22 2020

Vorgestellt von Heike Mahnert, Mitarbeiterin im Kultur: Haus Dacheröden

„Black Robe – Am Fluß der Irokesen“

„Black Robe – Am Fluß der Irokesen“
„Black Robe – Am Fluß der Irokesen“

Der kanadisch-australische Film von Regisseur Bruce Beresford thematisiert die französischen Missionsbestrebungen unter den Ureinwohnern des von Frankreich besetzten und besiedelten Teils der Neuen Welt. Alles beginnt in einer kleinen französischen Siedlung, dem Vorläufer der späteren Millionenmetropole Québec. Samuel de Champlain, Gründer der Siedlung im Stammesgebiet der Irokesen, entsendet den jungen Jesuitenpater Paul Laforgue zu einer Missionsreise - der Anfang einer gefährlichen Reise mitten durch die Wildnis des heutigen Kanadas bei Eis und Schnee.

Dez. 21 2020

Die Gewinner des Eobanus Hessus Schreibwettbewerb in Wort und Bild

Sechs Preisträger - sechs Videos

Sechs Preisträger - sechs Videos
Sechs Preisträger - sechs Videos

Der Dezember ist durch die Tradition des Eobanus-Hessus-Schreibwettbewerbs trotz des pandemiebedingten Fehlens von Lesungen ein literarischer Monat. Die sechs Gewinner des Wettbewerbs bekamen in diesem Jahr allerdings nicht bei geplanter Preisverleihung im Kultur: Haus Dacheröden eine Stimme, sondern in einem Video. Doch die Stammgäste des Ensembles am Anger werden sich freuen, im Hintergrund die Galerien des Kulturhauses wiederzuerkennen. Nach der Lesung der Siegertexte kommen die Literaten auch in einem Interview mit der Wettbewerbspatin Franzsika Wilhelm zu Wort.

Dez. 20 2020

Das neue Buch von Stefan Schwarz stellt Dirk Löhr vor

„Voller Wermut blicke ich auf mein Leben zurück“

„Voller Wermut blicke ich auf mein Leben zurück“
„Voller Wermut blicke ich auf mein Leben zurück“

Dem blöden Virus fiel in der diesjährigen Herbstlese die Hälfte aller Veranstaltungen auch die Dezember-Lesung mit Stefan Schwarz zum Opfer. Doch am vierten Advent ist der Publikumsliebling doch zu sehen – auf dem YouTube Kanal unseres Festivals „Caroline TV“. Der Leipziger stellt in dem im Kultur: Haus Dacheröden aufgenommenen Video einige Geschichten aus seinem neuen Kolumnen-Band „Voller Wermut blicke ich auf mein Leben zurück“ vor. Sie sind persönlicher – und vielleicht auch ein ganz klein wenig trauriger – als frühere Texte. Und passen damit offensichtlich bestens in die Zeit.

Dez. 19 2020

Vorgestellt von Dori Diamant, Reisejournalistin und Schriftstellerin

Mariam Kühsel-Hussaini „Tschudi“

Mariam Kühsel-Hussaini „Tschudi“
Mariam Kühsel-Hussaini „Tschudi“

Berlin im Jahr 1896: Die Nationalgalerie Deutschlands erwirbt und zeigt als erstes Museum der Welt die Pariser Moderne. Als neuer Museumsdirektor widmet sich der Schweizer Hugo von Tschudi in einer Ausstellung den Werken von Manet, Renoir, Monet, Degas und Cèzanne und sorgt für den Skandal schlechthin. Der charismatische Intellektuelle kennt sie alle und ist fasziniert von den neuen Farben und Motiven, die er den Berlinern präsentiert. Aber nicht alle teilen seine Leidenschaft für das Impressionistische. Allen voran Kaiser Wilhelm II und die Deutschnationalen zeigen sich empört.

Dez. 18 2020

Vorgestellt von Johanna Oehlsen, 14 Jahre

Dirk Pope „Still“

Dirk Pope „Still“
Dirk Pope „Still“

Johanna Oehlsen stellt heute den Jugendroman von Dirk Pope vor. Der Autor erzählt in seinem Werk von einer tiefen Freundschaft von zwei beeindruckenden jungen Menschen. Mariella redet nicht, weder mit der Mutter, noch dem Vater, auch nicht mit den Goldfischen, den Lehrern oder Mitschülern. Weil ihre Eltern sich getrennt haben, weil niemand sie verstehen will und weil ohnehin zu viel geredet wird. Stan ist der erste Mensch, den diese Stille kein bisschen stört. Auch wenn er gehörlos ist, führen er und Mariella unglaublich tolle und auch spannende Gespräche.

Über uns

Erfurter Herbstlese e.V. - Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Unser Literaturverein organisiert seit 1997 die Erfurter Herbstlese, die zu den großen literarischen Veranstaltungsreihen in Deutschland gehört. Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Öffnungszeiten

  • Haus Dacheröden:
    Mi - Fr 12.00 - 17.00 Uhr & Sa 10.00 - 15.00 Uhr
    Telefonische Erreichbarkeit:
    Mo - Fr von 9.00 - 17.00 Uhr & Sa 10.00 - 15.00 Uhr

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