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Erfurter Herbstlese
Es lebe die Erfurter Herbstlese!
Nov. 05 2014

David Safier im Ratsgymnasium

Was für ein Mensch willst du sein?

David Safier freute sich über den großen Zuspruch des Erfurter Publikums.
David Safier freute sich über den großen Zuspruch des Erfurter Publikums.

Was würdest du tun, um überleben zu können? Würdest du dein Leben für andere opfern, oder würdest du andere für dein Leben opfern? Kurzum: Was für ein Mensch willst du sein? Diese Frage ist das Leitmotiv des neuen Jugendromans „28 Tage lang“ von David Safier, den er in der Aula des Ratsgymnasiums vorstellte. Die Lesung wurde gemeinsam vom Erinnerungsort „Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ und der Herbstlese vorbereitet. Rebekka Schubert, Gedenkstättenpädagogin bei Topf & Söhne, begrüßte und stellte den Autor David Safier vor.

Okt. 29 2014

Marion Brasch bei Hugendubel am Anger

Das Handy als Lebensberater

Ach Wunderlich. Manchmal hat Marion Brasch ein wenig Mitleid mit ihrem Helden, dem sie recht merkwürdige Abenteuer zumutet.
Ach Wunderlich. Manchmal hat Marion Brasch ein wenig Mitleid mit ihrem Helden, dem sie recht merkwürdige Abenteuer zumutet.

Das ist schon eine steile Karriere: Von der Frühlings- zur Herbstlese, aus dem Café Nerly zu Hugendubel – und das alles in nur anderthalb Jahren. Bei der Geschwindigkeit muss die Herbstlese für Marion Brasch wohl demnächst das Theater buchen, mindestens aber das Gewerkschaftshaus. Ganz im Ernst, die Berlinerin hat sich den Erfolg verdient. Konnte sie bei ihrem Romandebüt noch auf die Ereignisse ihrer Familiengeschichte zurückgreifen, hat die Fiktion bei „Wunderlich fährt nach Norden“ klar Oberwasser. Das ist, um es mit einem anderen Berliner zu sagen, auch gut so.

Okt. 26 2014

Edgar Feuchtwanger im Augustinerkloster

Mit den Augen eines Kindes

Der 90-jährige Edgar Feuchtwanger berichtet von seinen Erlebnissen vor über 80 Jahren.
Der 90-jährige Edgar Feuchtwanger berichtet von seinen Erlebnissen vor über 80 Jahren.

Er trägt einen großen Namen, der Historiker Edgar Feuchtwanger. Er ist der Neffe des berühmten Schriftstellers Lion und Sohn des Verlegers Ludwig Feuchtwanger. Zur Herbstlese stellt er indes kein Buch vor, das direkt seinen Verwandten gewidmet ist, sondern das von einem Herren handelt, der eines Tages nur wenige Schritte neben der elterlichen Wohnung im Münchner Stadtteil Bogenhausen Quartier bezog. „Als Hitler unser Nachbar war“ beschreibt die Erinnerungen eines Kindes an den Mann, dessen Aufstieg die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts entscheidend prägte. Das Interesse an diesen Erinnerungen ist groß; beim Vortrag Edgar Feuchtwangers und dem anschließenden Gespräch mit Prof. Dietmar Herz bleibt kein Stuhl im Staupitz Saal des Augustinerklosters unbesetzt.

Okt. 24 2014

Stefan Nink im Klub Franz Mehlhose

Ach du faule Kobra

Stefan Nink weiß von Sachen zu berichten, die sich kein anderer Mensch ausdenken könnte.
Stefan Nink weiß von Sachen zu berichten, die sich kein anderer Mensch ausdenken könnte.

Noch gibt es die Mehlhose nicht so lange, doch der Klub hinter dem Juri-Gagarin-Ring entwickelt sich immer mehr zur festen Größe im Erfurter Kulturleben. Das liegt bestimmt auch mit daran, dass hier nicht unbedingt dem Mainstream gehuldigt wird. Das weiß auch die Erfurter Herbstlese zu schätzen, die zur Lesung mit Stefan Nink lud. Wohl keine schlechte Idee, wie das voll besetzte Haus zeigte.

Okt. 23 2014

Motsi Mabuse im Gespräch mit Christiane Weber

Chili im Blut

Motsi Mabuse genoss die Veranstaltung im Atrium der Stadtwerke
Motsi Mabuse genoss die Veranstaltung im Atrium der Stadtwerke

Die meisten Menschen kennen Motsi Mabuse aus dem Fernsehen. Mit Joachim Llambi und Jorge Gonzales bildet sie die Jury des recht erfolgreichen „Let’s dance“ bei RTL. Doch die ehemalige Profi-Tänzerin mit afrikanischen Wurzeln hat viel mehr zu erzählen als von den Rumba-Versuchen der Promis in der Show oder der Glitzerwelt des Fernsehen – in „Chili in Blut“ erzählt sie von ihrem Lebensweg, der voller überraschender Wendungen ist. Im Atrium der Stadtwerke stellte sie ihr Buch im Gespräch mit MDR-Moderatorin Christiane Weber vor.

Okt. 22 2014

Helge Timmerberg entführt die Leser in den Orient

Ein Joint für die Polizei

Einen Reisebericht ganz eigener Art präsentierte Helge Timmerberg im Atrium der Stadtwerke. Foto: Holger John
Einen Reisebericht ganz eigener Art präsentierte Helge Timmerberg im Atrium der Stadtwerke. Foto: Holger John

Auch einen, der unweit der Schlangenbeschwörer in Marokko schläft, durch Indien reist und übers Hochgebirge des Himalaya kraxelt, lässt ein Streik deutscher Lokführer nicht kalt. Helge Timmerberg reckt und streckt sich von den Reisestrapazen der vergangenen Tage, als er im Atrium der Stadtwerke die Bühne der Erfurter Herbstlese betritt.

Okt. 21 2014

Hirnforscher Henning Beck im Atrium der Stadtwerke

Weniger ist mehr

Erkenne dich selbst! Im Atrium der Stadtwerke räumte Henning Beck mit einigen Mythen um das menschliche Gehirn gründlich auf.
Erkenne dich selbst! Im Atrium der Stadtwerke räumte Henning Beck mit einigen Mythen um das menschliche Gehirn gründlich auf.

Science Slam? Mit dem Poetry Slam hat sich Deutschland bereits angefreundet, allein in dieser Saison ist das Format bei der Herbstlese gleich zweimal vertreten. Inzwischen versuchen Studierende und Nachwuchs-Wissenschaftler auch, in zehn Minuten Vortrag ein Publikum von ihrer Forschung zu begeistern. Anders als beim Poetry sind beim Science Slam Hilfsmittel erlaubt. Power Point Präsentation? Na klar. Es knallt auf der Bühne. Nur zu. Ein Live-Telefonat mit der ISS? Wenn es klappt, leg los! Henning Beck hat mit seiner Show vor zwei Jahren überzeugt, und wurde Deutscher Meister. In Erfurt stellte der Hirnforscher sein neues Buch, besser sein neues Programm vor: „Hirn-Rissig“.

Okt. 19 2014

Andrea Sawatzki im Atrium der Stadtwerke

Neues von den Bundschuhs

Frei nach Heinrich Heine ist Andrea Sawatzki ein Gedicht – „und lächelt fort die deutschen Sorgen“.
Frei nach Heinrich Heine ist Andrea Sawatzki ein Gedicht – „und lächelt fort die deutschen Sorgen“.

Einst trugen die aufmüpfigen Bauern den Bundschuh durch Thüringen, ehe sie unter seinem Banner bei Frankenhausen final geschlagen wurden. Knapp 600 Jahre später rauscht Andrea Sawatzki im bequemen Gefährt an den alten Schlachtfeldern vorbei. Der Lokführer-Streik hat sie ins Auto gezwungen, nun geht es auf der A 71 gen Süden. In Erfurt wartet ihr Publikum – und auf die Bundschuhs. „Von Erholung war nie die Rede“ heißt der zweite Band über die schräge Familie, deren Geschichten jetzt auch verfilmt werden.

Okt. 17 2014

Tanja Kinkel in der Stadt- und Regionalbibliothek

Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ungeachtet ihrer Erkältung entführte Tanja Kinkel ihr Publikum in die Mongolei - zunächst in die Geschichte des Landes, danach in seine Gegenwart.
Ungeachtet ihrer Erkältung entführte Tanja Kinkel ihr Publikum in die Mongolei - zunächst in die Geschichte des Landes, danach in seine Gegenwart.

Tanja Kinkel entführte ihre Zuhörer bei der Herbstlese ins Reich der Mongolen im 15. Jahrhundert. Doch die literarische Reise ging nicht nur zu den „Kindern des Ewigen Blauen Himmels“, sie gab auch Einblicke in das heutige Leben in der Mongolei. Dazu hatte sie mit ihrem Vater zu Recherchen für ihren neuen Roman „Manduchai. Die letzte Kriegerkönigin“ das Land mehrere Wochen lang bereist.

Okt. 16 2014

Karen Duve im Collegium maius

Größtmögliches Risiko

Streitbar zeigte sich Karen Duve bei der Vorstellung ihres neuen Buches im Collegium maius.
Streitbar zeigte sich Karen Duve bei der Vorstellung ihres neuen Buches im Collegium maius.

Zunächst sollte es ein Science-Fiction-Roman werden, einer, der im Jahr 2030 spielt Aber je länger Karen Duve an ihrem Text arbeitete und zum Klimawandel recherchierte, desto drängender wurde es für sie, eine politische Streitschrift zu verfassen, in der sie mit den herrschenden Eliten in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzwelt abrechnet: „Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen“ heißt ihr neues Buch Sie stellte es bei der Herbstlese im Gespräch mit Hanno Müller vor.

Über uns

Erfurter Herbstlese e.V. - Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Unser Literaturverein organisiert seit 1997 die Erfurter Herbstlese, die zu den großen literarischen Veranstaltungsreihen in Deutschland gehört. Es lebe die Erfurter Herbstlese!

Öffnungszeiten

  • Di-Fr: 12.00 - 17.00 Uhr
    Sa: 10.00 - 15.00 Uhr

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